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Eurostat Inflation in Eurozone weiter auf Rekordniveau

Der starke Preisdruck in der Eurozone hat auch im Februar nicht nachgelassen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat in einer Vorabschätzung mitteilte, belief sich die Jahresteuerung auf Verbraucherebene wie im Januar und wie von Bankvolkswirten erwartet auf 3,2 Prozent.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Verteuerung von Energie und Lebensmitteln ist dies die höchste Jahresrate seit Einführung des Euro und gleichzeitig die höchste Rate für den Durchschnitt der 15 Länder der Eurozone seit 14 Jahren. Außerdem liegt die Inflation mehr als deutlich über der Marke von zwei Prozent, womit die Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht erfüllt ist.

Beobachtern zufolge dürften angesichts des hohen Preisdrucks und der bestehenden Aufwärtsrisiken für die Preise kurzfristig keine Zinssenkungen von der EZB zu erwarten sein, zumal die Konjunktur in der Eurozone robuster sei als in den USA. Zurzeit liegt der EZB-Leitzins bei 4,00 Prozent.

In Deutschland waren die Lebenshaltungskosten im Februar nach einer ersten Schätzung vom vergangenen Freitag um 2,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Die meisten Ökonomen rechnen zurzeit damit, dass die Inflation in der Eurozone in diesem Jahr nur schrittweise – und langsamer als noch vor einiger Zeit erwartet – zurückgehen wird. Mittlerweile wird erwartet, dass die Inflation im Jahresmittel 2008 bei 2,6 Prozent liegen dürfte. Noch Ende vergangenen Jahres war diese Rate bei etwas mehr als zwei Prozent gesehen worden.

ddp

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