Chemnitz -

Musikinstrumentenbauer-Handwerk In Markneukirchen erklingen die Meisterstücke

In Markneukirchen haben am 30. Juni zehn angehende Meister im Musikinstrumentenbauer-Handwerk ihre Meisterstücke das erste Mal vor Publikum zum Klingen gebracht. Das feierliche Anspielen in der Musikhalle der vogtländischen Instrumentenbauer-Hochburg ist der traditionelle Höhepunkt der Meisterschule.

Zu den Abschlussarbeiten gehören in diesem Jahr neben einer Violine und einer Gitarre auch ein Cimbasso – eine spezielle Ventilposaune –, eine Bassposaune, eine Klarinette, eine Harmonika, ein Akkordeon und ein Violinenbogen. Die Meisterschüler stammen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sächsischen Teilnehmer kommen aus Leipzig und verschiedenen Orten im Vogtland.

Die Meisterlehrgänge im Musikinstrumentenbau und damit auch das feierliche Anspielen der Prüfungsstücke finden alle zwei Jahre statt. Mit dem Anspielen Ende Juni 2018 geht der 13. Meisterkurs zu Ende, den die Handwerkskammer Chemnitz im Musikinstrumentenbau anbietet. Die Meisterschüler mussten nicht nur das Meisterstück anfertigen, sondern in 420 Unterrichtsstunden auch Fächer wie technische Mathematik, Akustik und Werkstoffkunde absolvieren. Die Meisterschüler wurden von vogtländischen Handwerksmeistern, Pädagogen an Gymnasien, Berufsschullehrern sowie Lehrkräften des Studiengangs Musikinstrumentenbau an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) unterrichtet.

Obwohl seit der Novellierung der Handwerksordnung von 2004 keine Meisterpflicht mehr für die Musikinstrumentenbauer besteht, erfreut sich die Meisterschule nach wie vor großer Beliebtheit. dhz

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