Bayerischer Handwerkstag -

Modellbauer Impulsgeber von morgen

Strahlende Gesichter gab es bei der Freisprechungsfeier des Landesverbands der Modellbauer Bayerns in München, als Landesinnungsmeister Helmut Brandl 51 frischgebackene Gesellinnen und Gesellen feierlich ins Modell- und Formenbauerhandwerk aufnahm.

„Sie sind die betrieblichen Impulsgeber von morgen“, betonte Brandl. Im Beruf des Modellbauers vereinten sich Ideenreichtum und moderne Technik, sagte der Landesinnungsmeister, wies aber auch auf die ­Herausforderungen hin, die die additive Fertigung an die Branche stelle. Brandl dankte Angehörigen, Ausbildern, Lehrern und Prüfungsausschussmitgliedern für die Unterstützung der Gesellen in der Berufsausbildung.

„Ideen entwickeln und umsetzen“

„Das deutsche Handwerk hat in der ganzen Welt einen ausgezeichneten Ruf. Unsere Ausbildungsberufe sind auf der Höhe der Zeit. Wer mutig investiert und auch mal Risiken eingeht, wird künftig zu den Gewinnern gehören“, sagte der Landesinnungsmeister und warb aktiv um die jungen Fachkräfte: „Im Handwerk gibt es flexible Arbeitszeiten, hier lassen sich Familie und Beruf prima vereinbaren.“

Vizepräsidentin Carola Greiner-Bezdeka überbrachte die Glückwünsche der Handwerkskammer für München und Oberbayern: „Ihr Beruf erfordert den Einsatz modernster Technologien und Materialien ebenso wie höchste handwerkliche Fähigkeiten. Sie haben sich eine hervorragende Ausgangsposition für Ihr zukünftiges Berufsleben geschaffen. Sie sind die nächste Generation, die die Arbeit des Handwerks mit Innovationskraft, Know-how und Qualitätsbewusstsein fortsetzen wird.“

Die Vizepräsidentin betonte, dass die Gesellen „bessere berufliche Perspektiven haben, als viele, die den Einstieg in das Berufsleben über ein Hochschulstudium versuchen. Bei Ihnen bilden Theorie und Praxis eine Einheit, Sie können Ideen nicht nur entwickeln, sondern auch umsetzen.“

Untersuchungen von Arbeitsmarktexperten sagen für Meister und Techniker in Zukunft einen Engpass voraus, während ein Überschuss an Hochschulabsolventen erwartet wird. Oberstudiendirektor Gerhard Heindl von der Berufsschule Wasserburg am Inn bezeichnete den Gesellenbrief als „hervorragendes Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Die Qualität Ihrer Arbeit ist der wichtigste Faktor, deshalb: Verlassen Sie sich auf Ihr Können und streben Sie weiter nach Perfektion.“

51 Modellbauer, verteilt auf drei Fachrichtungen

Freigesprochen wurden insgesamt 51 Technische Modellbauerinnen und Modellbauer. Darunter waren 30 aus der Fachrichtung (FR) Karosserie und Produktion, neun aus der FR Anschauungsmodellbau und zwölf aus der FR Technischer Modellbau. Die drei Innungsbesten (alle aus der FR Karosserie und Produktion) wurden mit dem „Modellbauer-Award“ ausgezeichnet. Den 1. Platz belegte Philipp Meier (Ausbildungsbetrieb: Alpha Modellbau GmbH, Germering) vor Alexander Anderle (Modellbau Schröter GmbH, Oberpframmern) und Tizian Ravensberg (Modellbau Schmid und Negele, Unterschleißheim).

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