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Ü60 im Berufsleben Immer mehr ältere Beschäftigte

Die Zahl der der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 Jahren und mehr ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Neue Zahlen der der Bundesagentur für Arbeit zeigen, wie sich der Arbeitsmarkt verändert hat.

Die Zahl der älteren Beschäftigten ist seit dem Jahr 2007 stärker gestiegen als die der Beschäftigten insgesamt. Ihr Anteil lag im Jahr 2007 bei 3,34 Prozent, 2018 bei 7,93 Prozent. Die Linke hat dazu eine Anfrage an den Bundestag gestellt und nun Antworten von der Bundesagentur für Arbeit (BA) bekommen. Demnach hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter von 60 Jahren und mehr seit 2007 fast verdreifacht. 2007 waren 903.488 Beschäftigten 60 Jahre und älter. Bis 2018 stieg die Zahl kontinuierlich auf 2.609.777.

Erwerbsneigung Älterer hat zugenommen

So arbeiten immer mehr Menschen in Deutschland auch im fortgeschrittenen Alter. Das zeigen auch andere Erhebungen, die einen europäischen Vergleich ziehen und zeigen, dass die Erwerbstätigenquote bei den Älteren hierzulande überdurchschnittlich hoch ist. Die BA spricht davon, dass die Erwerbsneigung Älterer in den letzten Jahren im Vergleich zur Erwerbsneigung insgesamt überproportional stark zugenommen hat.

Dabei unterscheidet sie auch nach Branchen und zeigt, dass der Anteil der Beschäftigten über 60 im vergangenen Jahr im Bereich "Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung" mit 12,3 Prozent aller Beschäftigten am höchsten lag. Bei Erziehung und Unterricht waren es 10,8 Prozent, im Bereich der Wasserversorgung und Abfallentsorgung 10,1 Prozent. Beamte sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Zahl der Rentner geht zurück

Trotzdem sind Ältere weiter unterdurchschnittlich am Erwerbsleben beteiligt. In der Bevölkerung zwischen 15 und unter 65 Jahren gehen 21 Prozent laut BA keiner bezahlten Arbeit nach oder suchen nicht danach - bei den 55- bis unter 65-Jährigen trifft dies auf 26 Prozent zu.

Die Zahl der Rentner zwischen 60 bis unter 65 Jahren hat sich in den vergangenen zehn Jahren dagegen fast halbiert: 2008 bezogen noch über 1,3 Millionen Menschen in diesem Alter eine Altersrente, das waren 32 Prozent. 2014 wurde die Millionen-Grenze laut BA unterschritten. Ende 2018 bezogen 723.000 Personen von 60 bis unter 65 Jahren eine Rente wegen Alters (13 Prozent).

Ein Grund ist, dass das Rentenalter seit 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben wird. Nach Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63 im Jahr 2014 stieg die Zahl der Bezieher im Alter von 63 bis unter 66 Jahren andererseits auf 584 000 Ende vergangenes Jahr. dpa

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