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Imagewerbung Kampagne will Betriebe stärker einbinden

Neuer Film, neue Motive, neue Sprüche: Für die Imagekampagne des Handwerks haben sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die Werbeagentur Scholz & Friends viel Neues ausgedacht. Die Kampagne steht dieses Jahr unter dem Motto "Wir sind Handwerker. Wir können das."

Imagekampagne

Das Handwerk geht mit vielen neuen Ideen ins dritte Jahr der laufenden Imagekampagne. Unter anderem wird es einen neuen Werbespot fürs Handwerk geben, der von Frühjahr an laufen soll. Von März an sind deutschlandweit auch wieder neue Motive auf Plakaten sowie in Zeitschriften und Zeitungen zu sehen.

Auch den "Tag des Handwerks" wird es im Rahmen der Imagekampagne wieder geben. Er soll am 15. September 2012 stattfinden und von diesem Jahr an dauerhaft auf den dritten Samstag im September fallen.

Eine Kampagne für die Betriebe

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) will mit den Maßnahmen für 2012 vor allem die Betriebe und die Jugendlichen ansprechen. "Die Kampagne hat sich in den Köpfen der breiten Öffentlichkeit schon gut festgesetzt, jetzt wollen wir die Betriebe motivieren, mitzumachen“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke bei einem Pressegespräch in Berlin. Die Identifizierung mit der Kampagne solle verbessert werden. "Die Betriebe sollen spüren, dass es ihre Kampagne ist, dass sie Teil der Kampagne sind“, so Schwannecke.

Um das "Wir"-Gefühl zu stärken, wird es 2012 auch ein neues Motto geben, das auf vielen Plakaten und Anzeigen zu lesen sein wird: "Wir sind Handwerker. Wir können das" steht im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Der generelle Kampagnenslogan "Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan." bleibt davon unberührt.

Sichtbarer und positiver

Nach zwei Jahren der Kampagne - sie geht insgesamt fünf Jahre - hat der ZDH eine positive Bilanz gezogen, aber auch noch Chancen der Verbesserung ausgemacht. "Die Zwischenbilanz sieht gut aus, doch bei den Betrieben und bei den Jugendlichen können wir noch mehr tun“, sagte Schwannecke.

Dominik Thesing, Geschäftsführer der zuständigen Werbeagentur Scholz & Friends, kann dies anhand der jüngsten Forsa-Trendmessung belegen: "Das Handwerk hat durch die Kampagne mehr Sichtbarkeit, mehr positive Schlagzeilen und weniger negative Meldungen in den Medien bekommen", sagte Thesing. Und er ergänzt: "Auch von Jugendlichen wird die Kampagne gemocht. Allerdings wurden ihre Herzen noch nicht erreicht."

Noch immer glaubten zum Beispiel die meisten befragten Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, dass sie im Handwerk keine Karrierechancen hätten. Eine Idee der Agentur ist es, dass Handwerksazubis in der Kampagne als "Super-Könner" vorkommen, die außergewöhnliche Dinge bauen.

Viele der Projekte sind derzeit noch in Arbeit. Die Vorbereitungen der Kampagne 2012 laufen auf Hochtouren. Der ZDH will dafür im laufenden Jahr etwas unter zehn Millionen Euro ausgeben, um das Image des Handwerks zu verbessern.

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