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Internationale Funkstellung in Berlin IFA 2008 größer und internationaler als zuvor

Auf der am Freitag in Berlin beginnenden IFA 2008 ist nach Veranstalterangaben mehr Fläche als je zuvor in der Geschichte der Funkausstellung vermietet worden. Auf 122.000 Quadratmetern – darunter 11.000 Quadratmeter temporäre Hallenflächen – sind erstmals neben Unterhaltungselektronik auch Elektrohausgeräte zu sehen.

Mit 1.245 Ausstellern aus 63 Ländern sei zudem ein neuer Ausstellerrekord erzielt worden, sagte Messe-Berlin-Chef Christian Göke. Im vergangenen Jahr zeigten nach Messe-Angaben 1.212 Unternehmen aus 32 Staaten ihre Produkte. Beide Branchen rechnen für Deutschland in diesem Jahr insgesamt mit einem erfolgreichen Geschäftsverlauf der bis zum 3. September dauernden Messe.

"Mit einem Anteil von mehr als 66 Prozent ausländischer Aussteller konnte die internationale Ausrichtung der IFA weiter ausgebaut werden", fügte Göke hinzu. Die Kombination von Unterhaltungselektronik und Elektrohausgeräten schaffe auf der IFA die bisher größte Angebotsvielfalt der Messe und damit die attraktivste Plattform für internationale Händler und Einkäufer sowie Verbraucher und Industrie. Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Veranstaltungsverlauf seien damit gegeben, ergänzte der Messe-Chef.

Das erste Halbjahr 2008 ist für die Hersteller von Unterhaltungselektronik nach eigenen Angaben in Europa insgesamt sehr erfolgreich verlaufen. In Deutschland hat die Industrie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach Darstellung der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) 10,9 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Fußball-Europameisterschaft und Olympia hätten dazu maßgeblich beigetragen, sagte Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbands Unterhaltungselektronik im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI).

Für das zweite Halbjahr rechnet Kamp wegen des bisherigen positiven Marktverlaufs mit einem deutlichen verlangsamten Wachstum. Von der IFA als weltweite Leitmesse der Branche würden allerdings wichtige Impulse für den Markt ausgehen, so dass für das gesamte Jahr mit einer positiven Entwicklung gerechnet werde.

Die Konjunktur für Hausgeräte dagegen ist derzeit sehr uneinheitlich. Rückgängen in wichtigen Märkten wie Italien, Spanien und England stünden Steigerungen unter anderem in Frankreich und Osteuropa gegenüber, sagte Reinhard Zinkann, Fachverbandschef Elektrohausgeräte im ZVEI. "Für Deutschland erwarten wir nach knapp drei Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung ein Plus von vier Prozent für das Gesamtjahr." Die gesteigerte Nachfrage nach Markengeräten und Qualität werde dieses Wachstum tragen, fügte Zinkann hinzu.

Die IFA zeigt nach Worten des gfu-Aufsichtsratschefs Rainer Hecker auch dieses Jahr wieder ein großes Spektrum von Neuheiten der Unterhaltungselektronik. Das Angebot reiche vom "Flachbild-Giganten bis zum winzigen TV-Handy, vom mobilen Medienplayer bis zum kompletten Heimkino".

Die Neuheiten unter den Hausgeräten spiegelten den globalen Trend zu komfortablem Lebensstil und zu besserer Ernährung wider, sagte Zinkann. Moderne Frischhaltegeräte in Kühlschränken oder Dampfgarer – als separate Geräte oder in Backöfen integriert – repräsentierten die Tendenz zu gesunder Ernährung mit nährstoffschonender Zubereitung.

Michael Winckler/ddp

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