Oberfranken -

Baugewerbe HWK für Oberfranken startet Projekt „Zukunft BAU 2025“

Das Baugewerbe ist mit rund 31.000 Beschäftigten der stärkste und vielschichtigste Handwerkszweig in Oberfranken. Daher hat die HWK das auf den Mittelstand und die Region abgestimmte Projekt „Zukunft BAU 2025“ gestartet, bei dem sie von der Rainer Markgraf Stiftung maßgeblich unterstützt wird.

Ziel ist, die Potenziale und Chancen des Baugewerbes in der Region zu identifizieren und zu heben und das öffentliche Bild der Branche nachhaltig zu verbessern. Der erste – öffentlich sichtbare – Schritt des im Dezember 2017 gestarteten Projekts wird eine Strukturumfrage sein, bei der die Situation, Schwerpunkte und Qualifizierungs- und Unterstützungsbedarfe der oberfränkischen Maurer und Betonbauer abgefragt werden.

Die Ergebnisse aus dieser Befragung werden im Nachgang mit vorab recherchierten, möglichen Themenfeldern abgeglichen und aus beiden Analysen heraus ein konkreter Handlungsbedarf ermittelt. Aus diesem wiederum werden modular aufgebaute Weiterbildungsangebote entwickelt, die bereits im Winter 2018/19 erstmals angeboten werden sollen. Sowohl der Fragebogen als auch die identifizierten, möglichen Themenfelder wurden im Vorfeld durch Umfeld-Recherchen, Gespräche und Diskussionsrunden mit Vertretern aus dem Baugewerbe konkretisiert.

„Es ist uns wichtig, das Projekt „Zukunft BAU 2025“ in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Baugewerbeverbänden und Innungen des Baugewerbes durchzuführen“, erläuterte Dipl.-Ing. Helmut Kohler, der an der HWK für Oberfranken der zuständige Projektleiter von Zukunft BAU 2025 ist. Schließlich sollen die erarbeiteten Maßnahmen vorhandene Initiativen ergänzen und erweitern. „Wir greifen nichts auf, was andere schon gut tun. Die Maßnahmen aus dem Projekt werden echten Mehrwert bieten.“

Positive Reaktionen

Entsprechend positiv sind die Reaktionen aus der regionalen Bauwirtschaft und von den Baugewerbeverbänden. „Wir freuen uns über diese Initiative der HWK für Oberfranken, da innerhalb des Projekts ein Angebot an Qualifizierungen erschaffen wird, das es in dieser Form noch nicht gibt“, betont etwa Wolfgang Schubert-Raab, Bauunternehmer und Präsident der bayerischen Baugewerbeverbände. „Unsere Betriebe werden hier vor Ort dabei unterstützt, zukunftsfähig zu bleiben.“

Genau diese Argumente überzeugten die Rainer Markgraf Stiftung in Bayreuth, das einmalige Projekt finanziell zu fördern. „Das Projekt der HWK für Oberfranken verfolgt zwei wesentliche Ziele, die Kern unserer Stiftungsarbeit sind“, verdeutlicht Florian Prosch, Geschäftsführer der 2014 ins Leben gerufenen Stiftung.

„Unsere Stiftung fördert berufliche Aus- und Weiterbildungen und engagiert sich für die infrastrukturelle Entwicklung der Regionen Oberfranken und Oberpfalz. Das langfristig angelegte Projekt ,Zukunft Bau 2025‘ bietet berufliche Weiterbildung und trägt maßgeblich zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region Oberfranken bei.“ Der 2015 verstorbene Bauunternehmer Rainer W. Markgraf hat die nach ihm benannte Stiftung gegründet, um durch Maßnahmen und Projekte seine Heimatregion zu stärken.

Das Projekt „Zukunft BAU 2025“ ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, beinhaltet aber bereits eine Option zur Verlängerung. „Wir sehen das Projekt als langfristiges Instrument, das partiell startet und dann sukzessive auf das ganze Baugewerbe ausgeweitet wird“, erläutert Dr. Bernd Sauer von der HWK für Oberfranken. Im ersten Schritt werden jetzt die Maurerbetriebe und Betonbauer ins Visier genommen, danach sollen nach und nach alle Gewerke des Bauhaupt- und des Baunebengewerbes in das Projekt integriert werden.

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