Bildergalerie: Herbst und Winter: Die sieben häufigsten Unfallursachen auf der Arbeit

Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Feuchtes Laub auf der Treppe
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Wenn das bunt gefärbte Laub unter den Füßen raschelt, schweben Herbstliebhaber auf Wolke 7. Die Blätterpracht birgt allerdings auch Gefahren. Denn: Sobald das Laub nass wird, verwandelt sich das Herbstambiente in ein Unfallrisiko, das nicht unterschätzt werden sollte. Gerade auf mit Laub bedeckten Treppen besteht für Arbeiter erhöhte Rutschgefahr. Dasselbe gilt für Eingangsbereiche, in die der Wind nasses Laub hineingetragen hat. Betriebsinhaber sollten daher versuchen, sowohl Betriebsgelände als auch angrenzende Wege so gut wie möglich vom Laub zu befreien.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Streuen
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Vor allem im Winter gilt: Das Betriebsgelände sowie angrenzende Wege sollten unbedingt von Eis und Schnee befreit werden. Damit Unfälle nicht bereits bei den Räumungsarbeiten passieren, gibt es überziehbare Spikes, die an den Schuhen sicher befestigt werden können. Auch auf Baustellen und in der Umgebung von Rohbauten muss der Baubetrieb dafür sorgen, dass gestreut und geräumt wird.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Gefrorene Pfützen auf dem Parkplatz Glatteis
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Sobald die Temperaturen unter 0 Grad wandern, wird der Weg zur Arbeit eine Rutschpartie. Glatteis macht nicht nur Autofahrern sondern auch Fußgängern zu schaffen. Das gilt auch für Wege auf der Arbeit. Viele Unfälle im Herbst und Winter ereignen sich bereits auf dem Firmenparkplatz. Pfützen, die sich in Löchern und Kuhlen gebildet haben, gefrieren über Nacht zu Eis und verwandeln sich so zu einer potenziellen Unfallstelle. Gerade auf Schotterparkplätzen sollten Betriebsinhaber daher versuchen, Löcher zuzuschütten und den Untergrund möglichst eben zu halten.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Nasse Schuhe im Büro
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Wer auf dem Weg zur Arbeit durch Regen oder Schnee stapft, trägt Matsch und Feuchtigkeit häufig auch mit ins Büro. Hier lauert im Herbst und Winter eine weitere Unfallgefahr. Denn durch das nasse Schuhwerk bilden sich Pfützen im Gebäude, die vor allem auf Treppen und glatten Böden zum Ausrutschen einladen. Schuhe sollte daher vor Betreten des Gebäudes immer ausreichend abgestreift und -geklopft werden. Gegebenenfalls sollten Mitarbeiter ihre Schuhe auch vor Ort wechseln. Betriebsinhaber sollten dafür sorgen, dass an allen Eingängen große Fußabtreter liegen.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Vereistes Gerüst
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Wer im Winter draußen arbeitet, ist erhöhter Unfallgefahr ausgesetzt. Besondere Vorsicht ist bei Arbeiten auf dem Gerüst geboten. Die glatten Bodenplatten verwandeln sich bei Schnee und Regen schnell zu einem rutschigen Untergrund. Arbeiter sollten sich daher äußerst vorsichtig bewegen und zusätzlich sichern. Zudem sollte auf rutschfestes Schuhwerk und passende Schutzausrüstung geachtet werden. Gerüste, Laufstege und Treppen müssen geräumt und gestreut und sichere Verkehrswege sollten nicht verlassen werden.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Mangelnde Beleuchtung
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Der Winter wird nicht umsonst die dunkle Jahreszeit genannt. Eine ausreichende Beleuchtung auf dem Betriebsgelände sowie auf der Baustelle ist daher unerlässlich. Stolperfallen oder rutschige Stellen können ansonsten leicht übersehen werden und zu Unfällen führen. Verkehrswege müssen blendfrei mit mindestens 20 Lux ausgeleuchtet werden. Für Arbeitsplätze sind je nach Tätigkeit bis zu 500 Lux erforderlich. Vorhandene Lampen können im Winter schnell einmal verschmutzt oder von Schnee bedeckt sein. Chefs und Mitarbeiter sollten die Leuchtquellen daher regelmäßig prüfen und gegebenenfalls säubern. Steht morgens und abends kein Tageslicht zur Verfügung, ist zudem eine Sicherheitsbeleuchtung mit mindestens 1 lx erforderlich.
Unfallgefahr auf der Arbeit im Herbst und Winter: Richtiges Schuhwerk
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Wer die falschen Schuhe trägt, setzt sich einem erhöhten Unfallrisiko aus. Das richtige Schuhwerk kann hingegen Unfälle auf der Arbeit vorbeugen. Gerade im Herbst und Winter ist der Untergrund vielerorts rutschig. Der Chef ist verpflichtet, seinen Mitarbeitern einen den Anforderungen entsprechenden Fußschutz mit rutschfester Sohle bereitzustellen. Je nach Schuhwerk kann sogar die Unfallgefahr durch Umknicken reduziert werden.
Richitge Kleidung im Winter auf der Baustelle
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Keine Unfall-, dafür aber die häufigste Krankheitsursache bei Arbeiten im Freien: Die falsche Kleidung. Besonders im Winter drohen hartnäckige Erkältungen und chronische Krankheiten der Atemwege oder Gelenke. Im Winter entscheidend ist die richtige Kombination aus Wetterschutzjacke und Hose - beispielsweise aus Mikrofasern, abgestimmt mit geeigneter Unterkleidung. Die Kleidung soll einen optimalen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung erlauben. Auch der nötige Kälteschutz für den Kopf ist wichtig, etwa durch einen Helm mit Winterauskleidung.
Arbeiten bei Minusgraden: Heiße Getränke für Mitarbeiter
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Neben der persönlichen Schutzausrüstung sollten die Unternehmen bei tiefen Temperaturen auch die Arbeit entsprechend organisieren und den Mitarbeitern beispielsweise heiße Getränke und einen Aufwärmraum für die Pausen anbieten. Gestärkt und aufgewärmt verringert sich das Erkältungsrisiko. In den Pausenräumen sollte es laut BG Bau mindestens 21 Grad Celsius warm sein.