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Steuertipp Herabsetzungsantrag für Gewerbesteuervorauszahlungen

Inhaber von Handwerksbetrieben sollten sich schon jetzt Gedanken für das Steuerjahr 2020 machen. Denn fällt der Gewinn 2020 niedriger aus als bisher, empfiehlt es sich, einen Antrag zur Herabsetzung der laufenden Vorauszahlungen 2020 zu stellen. Bezüglich der Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer ist Eile geboten.

Denn die Gewerbesteuervorauszahlungen für das erste Quartal 2020 sind bereits am 15. Februar 2020 fällig. Eile besteht deshalb, weil der Antrag auf Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen nicht bei der Gemeinde zu stellen ist, sondern beim Finanzamt.

Finanzamt entscheidet über Herabsetzungsantrag zur Gewerbesteuer

Das Finanzamt prüft den Antrag auf Herabsetzung der Gewerbesteuervorauszahlungen und setzt in einem Steuerbescheid den „Gewerbeertrag für Zwecke der Vorauszahlungen“ fest. Diesen Bescheid bekommen das antragstellende Unternehmen und die Gemeinde. Die Gemeinde ist an diesen Vorauszahlungsbescheid des Finanzamts gebunden und wird die Gewerbesteuervorauszahlungen entsprechend anpassen.

Steuertipp: Um bereits im ersten Quartal von niedrigeren Gewerbesteuervorauszahlungen profitieren zu können, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Reichen Sie den Herabsetzungsantrag umgehend beim Finanzamt ein. Denn bis zum 15. Februar 2020 ist nicht mehr viel Zeit, wenn nicht klar ist, wann der Antrag vom Finanzbeamten bearbeitet wird.
  • Bei hohen Abweichungen zum Gewerbeertrag der Vorjahre sollten die Gründe für die Minderung des Gewerbeertrags schriftlich erläutert werden. Das spart Zeit, weil das Finanzamt dann keine Rückfragen mehr stellen muss.

Im DHZ Steuerarchiv finden Sie weitere Steuertipps.

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