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Energie und Kosten sparen Heizung modernisieren: Zuschüsse oft unbekannt

38 Prozent der Heizungen in deutschen Haushalten sind älter als 16 Jahre und sollten dringend modernisiert werden. Doch vielen Hausbesitzern ist weder klar, wie viel Kosten sie damit sparen könnten, noch dass es dafür Zuschüsse vom Staat gibt. Das SHK-Handwerk kann dies nutzen und besser aufklären.

Gute Nachrichten fürs SHK-Handwerk: Wenn Hausbesitzer darüber nachdenken, die bestehende Heizungsanlage zu modernisieren, wenden sie sich direkt an die Fachbetriebe. Sie sind in diesem Fall für 82 Prozent der Befragten einer forsa-Untersuchung die erste Anlaufstelle und Informationsquelle.

Was die Betriebe aber noch mehr freuen kann, ist das große Potenzial an Heizungsmodernisierungen, das derzeit besteht: So sind der Umfrage im Auftrag des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ 38 Prozent der hiesigen Heizungsanlagen älter als 16 Jahre und müssten dringend auf den neuesten Stand der Energiespartechnik gebracht werden. Allerdings wissen das viele Gebäudebesitzer nicht. Sowohl der Nutzen der Modernisierungen, was die Einsparung von Energie und Kosten betrifft, ist vielen genauso wenig bekannt wie die staatlichen Fördermöglichkeiten, die es dafür gibt.

Die Umfrage unter 1.011 Hausbesitzern im August 2017 bezieht sich dabei auf Heizungsmodernisierungen, die beim Tausch  der Heizungspumpe (Eisparpotenzial von rund 80 Prozent an Energie) und dem hydraulischen Abgleich ansetzen. Dabei zeigte sich, dass zwar 45 Prozent der Befragten wussten, dass die Heizung in einem Eigenheim die meiste Energie verbraucht. Fast genauso viele (42 Prozent) gaben jedoch an, dass Elektrogeräte die größten Stromfresser sind. "Insbesondere Hausbesitzer, die ihr Eigenheim nach dem Jahr 2000 gebaut haben, unterschätzen die Wirkung auch kleinerer Modernisierungsmaßnahmen", teilt die Initiative "Intelligent Heizen" des VdZ mit.

Heizungsmodernisierung: Fachbetriebe sollten aufklären

Dabei zeigte sich bei der Mehrheit (60 Prozent) derjenigen, die bereits in neue Heizungstechnik investiert hatten, dass sie dadurch eindeutig Energiekosten einsparen. Von ihnen hatten jedoch nur 45 Prozent eine staatliche Förderung für die Heizungsmodernisierung in Anspruch genommen. Das Problem: Viele wussten gar nichts von den aktuell existierenden Förderungen.

Und hier kommt das SHK-Handwerk wiederum ins Spiel, denn die Fachbetriebe sollten stärker über mögliche Zuschüsse informieren, wenn sie die Modernisierungen durchführen. So zum Beispiel darüber, dass der Austausch von mindestens zwei Jahre alten Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen seit einem Jahr durch den Staat mit 30 Prozent bezuschusst wird. Und auch wer einen hydraulischen Abgleich durch einen Fachbetrieb durchführen lässt, kann aktuell 30 Prozent der Kosten erstattet bekommen. dhz

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