Konjunktur -

DHZ-Konjunkturumfrage Handwerk: Konjunktur im Zenit

Der Schwung, den die Handwerkskonjunktur zu Jahresbeginn aufgenommen hat, trägt auch über den Sommer hinaus. Allerdings fällt es immer schwerer, Fortschritte zu erzielen. Die DHZ-Konjunkturumfrage zeigt, wie die Stimmung im Handwerk ist und was die Betriebe künftig erwarten.

Elektriker
Der Mangel an qualifizieren Mitarbeitern wird spürbarer: Elektriker ist einer der Handwerksberufe, in denen besonders viele Fachkräfte fehlen. -

Aktuell bewegt sich die Geschäftslage der rund 10.000 Betriebe, deren Einschätzungen die Deutsche Handwerks Zeitung ausgewertet hat, auf einem 20-Jahre-Höchststand. Der Indikator steht bei 89 Punkten und legt damit um einen Zähler zu.

Die gute Stimmung verwundert nicht. Zwar haben sich die Perspektiven für Unternehmensinvestitionen zuletzt eingetrübt. Dafür erhält die Handwerkskonjunktur von Konsumenten und privaten Bauherren weiter kräftige Impulse.

Zu wenig Investitionen

Aus anderer Richtung kommt dagegen zu wenig: Die Bauaktivitäten der öffentlichen Hand reichen nicht aus, um die Substanz der Infrastruktur zu erhalten. Zudem muss der Staat die stockende Energiewende in Fahrt bringen – am besten durch eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

Nach der verhältnismäßig moderaten Frühjahrsbelebung brachte der Sommer eine nochmalige Steigerung der Auslastung auf 80 Prozent mit sich. Damit wird das Ergebnis aus dem dritten Quartal 2013 eingestellt. Zudem übertrifft der Indikator das längerfristige Mittel deutlich.

21 Prozent der Befragten berichten von einer positiven Entwicklung der Umsätze, 58 Prozent haben das Niveau des Vorquartals gehalten. Zwar liegen noch keine amtlichen Zahlen zu den nominalen Umsätzen vor, wohl ergibt sich aber auch hier ein freundliches Bild. Das ansehnliche Vorjahresergebnis dürfte übertroffen worden sein. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Zeiten hoher Wachstumsraten fürs Erste vorbei sind.

Suche nach Fachkräften

Auf die Frage nach der Beschäftigungsentwicklung antworten 15 Prozent der Betriebe, sie hätten ihre Belegschaft aufgestockt; nur neun Prozent hatten zuletzt weniger Personen auf der Gehaltsliste. Vermutlich ist die Gruppe mit stagnierender Beschäftigtenzahl – 76 Prozent – auch deshalb so umfangreich, weil viele Firmen erfolglos blieben auf der Suche nach Fachkräften.

Eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass in Deutschland vor allem Mitarbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung fehlen. Aus der Sicht des Handwerks am stärksten getroffen sind Hörgeräteakustiker, Kälteanlagenbauer sowie Elektriker und SHK-Berufe.

Der Auftragseingang verlief im dritten Quartal saisontypisch, tendenziell schwächte sich der Auftrieb ab. 18 Prozent der Betriebe holten mehr Aufträge ein, bei 60 Prozent war die Bestelltätigkeit konstant. Die Reichweite der Auftragsreserven schrumpfte bis Ende September geringfügig auf 1,7 Monate.

Wie die Konjunktur in den einzelnen Handwerksbranchen läuft, lesen Sie hier.>>>

Mehr über die Aussichten bis zum Jahresende gibt es hier.>>>

Hier finden Sie Zahlen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.>>>

Mehr zum Thema
© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten