Freiburg -

Handwerk und Kultur "Handwerk.schafft.Kultur."

Kammer setzt auf kulturelle Bedeutung des Handwerks.

"Handwerk.schafft.Kultur."
Stellten das Jahresmotto 2015 der Handwerkskammer Freiburg vor (v.l.n.r.): Präsident Johannes Ullrich und Hauptgeschäftsführer Johannes Burger von der Handwerkskammer Freiburg sowie Hartmut Lempp und... -

Handwerk wird in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst als das verstanden, was es in erster Linie auch ist: ein Wirtschaftszweig. Handwerk ist aber mehr. Eine enge Verbindung zwischen Handwerk und Kultur ist überall spürbar, sichtbar und erfahrbar. Mit ihrem Jahresmotto „Handwerk.schafft.Kultur.“ wird die Handwerkskammer Freiburg deshalb 2015 die kulturelle Bedeutung des Handwerks in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken.

Eigentlich ist es selbstverständlich: Das Handwerk mit seinen zahlreichen Produkten und Dienstleistungen ist unverzichtbar für kulturelle Betätigung. Instrumentenmacher, Kostümbildner, Bühnen- und Elektrotechniker, Friseure und Maskenbildner, sie und viele andere Gewerke machen erst möglich, was die Gesellschaft als Kulturgenuss bezeichnet. Aber auch die Produkte und Unternehmen des Handwerks selbst sind ein gutes Stück Kultur. Eigentlich ist es selbstverständlich. Aber gerade deswegen ist es so wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen. Ansonsten läuft unsere Gesellschaft Gefahr, gerade das, was uns so selbstverständlich erscheint, auf Dauer zu ver­lieren.

Daher setzt die Handwerkskammer Freiburg 2015 unter dem Motto „Handwerk.schafft.Kultur.“ auf eine stärkere Sichtbarkeit der Verbindung von Handwerk und Kultur. Sie setzt dabei auf drei Schwerpunktfelder. Unter dem Begriff Produktkultur steht im Fokus, was das Handwerk schafft. Unter dem Begriff Unternehmenskultur geht es um das Umfeld seines Schaffens. Und unter dem Begriff Lebenskultur soll deutlich gemacht werden, wofür das Handwerk schafft, nämlich für ein Mehr an Lebensqualität.

„Die Zeit ist reif“, machte Kammerpräsident Johannes Ullrich bei der Vorstellung des Jahresthemas deutlich. Einerseits seien sich die Betriebe im Handwerk immer stärker bewusst, dass sie nur über Qualität und Service der kostengünstigeren Konkurrenz aus der Industrie erfolgreich begegnen können, andererseits sei auch das Kundenverhalten immer deutlicher auf eben diese Merkmale ausgerichtet. „Qualität, Service, Regionalität und Nachhaltigkeit lauten die aktuellen Trends. Hierfür sind wir das Original. Wir brauchen nicht für jedes dieser Attribute ein eigenes Siegel. Unser Siegel heißt Handwerk“, erklärte Ullrich selbstbewusst.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten