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Marketing aktuell: Internetauftritt gestalten Handwerker-Webseite: Fünf Bausteine zum Erfolg

Ein Homepage ist für Handwerker die Visitenkarte im Internet. Wer dabei gut abschneiden möchte, sollte darauf achten, dass die eigene Handwerker-Webseite um fünf entscheidende Bausteine herum aufgebaut ist.

Handwerker-Webseite
Handwerker können das Kundengespräch nutzen, um auf ihre besonderen Angebote im Internet aufmerksam zu machen. -

Baustein 1: Themen, die Ihre Kunden bewegen

Kunden sind zunehmend informiert – zumindest verfügen sie über eine Menge von Halbwissen und erweitern dieses gerne. Entsprechend haben Handwerkskunden heute ein anderes Informationsbedürfnis als noch vor zehn Jahren. Wer im Internet erfolgreich sein möchte, muss dieses Informationsbedürfnis bedienen.

Dazu eignen sich beispielsweise Hintergrundartikel zu Fragen, die in Ihrer Beratungspraxis immer wieder auftauchen. Zum Beispiel "Dachpfannen aus Ton oder aus Beton: Welche sind besser?" oder "Die sieben Wege zu niedrigeren Heizkosten".

Mit solchen Artikeln erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Website bei Suchanfragen über Google gefunden wird. Zudem werden gute Artikel gern in Foren oder beispielsweise bei Facebook geteilt, wodurch weitere Interessenten auf Ihre Homepage finden. Und ganz nebenbei profilieren Sie sich bzw. Ihr Handwerksunternehmen als einen kompetenten Anbieter.

Baustein 2: Machen Sie es leicht, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen

Gute Handwerker wissen, dass neue Aufträge letztlich im persönlichen Kundengespräch generiert werden. Nutzen Sie deshalb Ihre Website, um aktiv Kontakte mit Ihren Besuchern zu generieren und diese ins reale Leben zu transferieren.

Es ist eine gute Idee, verschiedene Anfrageformulare auf den verschiedenen Unterseiten der Homepage zu haben, die sich spitz mit bestimmten Leistungen beschäftigen. Auch die Telefonnummer gehört mindestens auf jede Unterseite des Webauftritts. Bieten Sie auch die Möglichkeit, einen Rückruf zu einem späteren Zeitpunkt zu vereinbaren – wenn der Besucher mehr Zeit hat.

Baustein 3: Entwickeln Sie aus flüchtigen Besuchern langfristige Beziehungen

Die meisten Besucher kommen nur einmal auf eine Website und dann nie wieder. Selten steckt böse Absicht dahinter. Vielleicht hat man jetzt gerade keinen Bedarf an der Handwerksleistung. Oder man wird kurz unterbrochen und später hat man die Website vergessen.

Selbst wer sich gleich beim ersten Besuch sehr lang auf Ihrer Website umschaut, wird nicht unbedingt sofort zum Kunden. Denn oft will er sich erst einmal für eine zukünftige Beauftragung grundsätzlich informieren und findet dann leider später Ihre Website nicht wieder.

Es ist deshalb eine sehr erfolgreiche Strategie, diese flüchtigen Besucher an sich zu binden. Am besten erfolgt dies, indem Sie ein kleines Geschenk anbieten, das so attraktiv ist, das der Besucher Ihnen im Gegenzug seine E-Mail-Adresse für gelegentliche Informationsmails oder einen Newsletter überlässt. Solch ein Geschenk könnte beispielsweise eine hilfreiche Checkliste sein oder ein nützliches kleines E-Book.

Baustein 4: Nutzen Sie aktiv die Möglichkeiten von SEO und SEM

Vereinfacht ausgedrückt verbessern Sie mit SEO Ihre Platzierungen in den kostenlosen Suchergebnissen bei Google. SEM bezeichnet dagegen Maßnahmen, bei denen Sie sich Besucher "kaufen", beispielsweise durch Google Adwords.

Beide Varianten setzen voraus, dass Ihre Website um die Suchbegriffe herum aufgebaut ist, die Ihre Besucher nutzen. Das gilt ganz besonders dann, wenn Sie gute Platzierungen im kostenlosen Listing anstreben. Für die erfolgreiche Nutzung von Google Adwords liegen die Hürden deutlich niedriger, zudem sind Erfolge sehr zeitnah zu realisieren.

Für viele Handwerker ist Google Adwords ein sehr erfolgreiches Werbeinstrument. Es kann jedoch auch sehr, sehr teuer werden. Beispielsweise dann, wenn man vergisst, die Anzeigenschaltung regional zu segmentieren oder wenn man für die falschen Suchbegriffe bietet.

Baustein 5: Machen Sie ihre Seite zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Webaktivitäten

In Zeiten von Facebook denken viele Handwerker darüber nach, ihre Aktivitäten vorrangig auf diese Plattform zu verlegen. Das ist im Allgemeinen keine gute Idee. Nur auf Ihrer eigenen Website haben Sie das Hausrecht, nur hier sind Sie weitgehend frei in der Wahl der werblichen Mittel.

Aktivitäten auf Facebook oder in anderen Kanälen sollten deshalb allenfalls ergänzend dazu dienen, Besucher auf die eigene Website zu ziehen und ihnen dort vertiefende Inhalte zu bieten. Denn dort wird Ihr Geschäft gemacht, dort generieren Sie Ihre Umsätze und Ihren Markterfolg

Autor: Texter Michael Bondzio ist Webprofi seit 1995 und berät Unternehmer rund um alle Fragen zum Kundengewinnen im Internet. Suchmaschinenoptimierung und Websiteoptimierung bietet er als Beratungsleistung oder im Full-Service an.

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