Oberfranken -

Direktorenkonferenz Handwerk und berufliche Bildung als Alternative

Die Direktoren und Direktorinnen der Beruflichen Oberschulen in Nordbayern sind aufgeschlossen gegenüber der beruflichen Bildung. Das zeigte sich bei der 2. Nordbayerischen Direktorenkonferenz.

Dabei stellte die HWK den Schulleitungen aus Ober-, Unter- und Mittelfranken unter anderem die erfolgreichen Angebote zur Berufsorientierung für die Absolventen der Fach­ober- und Berufsoberschulen der HWK vor. Bei der Theorie blieb es aber nicht: Die Leiterin der Ausbildungsberatung und Nachwuchsförderung an der HWK für Oberfranken, Christina Spickenreuther, machte anhand eines Beispiels aus der Praxis deutlich, wie eine gute Beratung zu einem guten Beispiel führen kann. Denn Felix Paschold fand dank der Betreuung und Vermittlung durch die HWK den Weg zu Heinz Brückner Sanitär- und Heizungstechnik (Großheirath/Neuses a.d.Eichen) in eine duale Ausbildung und damit zu seinem Glück.

Der intensive Austausch zwischen den Verantwortlichen der FOS/BOS in Nordbayern, die vom Ministerialbeauftragten (MB) für die Berufliche Oberschule in Nordbayern, Leitenden Oberstudiendirektor Klaus Vietze angeführt wurden, brachte auch konkrete Ergebnisse. So wünschten sich die Direktoren eine Fortbildung für die an den Schulen eingesetzten Beratungslehrer, durch die diese in die Lage versetzt werden, die Schüler an den FOS/BOS und deren Eltern für eine duale Ausbildung zu interessieren.

Dabei müssten zwar nicht die Direktoren und Lehrer vom Handwerk überzeugt werden, so der Tenor der Teilnehmer der FOS/BOS-Direktorenkonferenz. Allerdings gelte es, durch gute methodische Ansätze bei den Absolventen und deren Eltern die berufliche Bildung als attraktive Alternative zu verankern. Außerdem informierten sich einzelne Direktoren über das Angebot der Passgenauen Besetzung, das sich um die Betreuung der Abbrecher an FOS/BOS kümmern kann.

Eltern als Schlüssel

Neben den Angeboten für Absolventen der FOS/BOS in Nordbayern, wie sich die Beruflichen Oberschulen kurz nennen, und auch für deren Lehrkräfte, stand die Digitalisierung des Handwerks und damit der Ausbildungen auf dem öffentlichen Teil der Tagesordnung.

Oliver Eismann, stellvertretender Projektleiter und technischer Berater des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) an der HWK, skizzierte den Direktorinnen und Direktoren die Aufgaben des KDH in Bayreuth, das mit seinem Schwerpunkt Produktions- und Automatisierungstechnologien die Betriebe in Oberfranken und ganz Süddeutschland bei der Digitalisierung begleitet. Außerdem zeigten das KDH und die HWK bei Werkstatt-Rundgängen, wie die Veränderungen der Berufsbilder durch die Digitalisierung gleich in die Ausbildung integriert werden können.

Die Direktoren und Direktorinnen zeigten sich angetan und positiv überzeugt. „Als langjähriges Mitglied des Berufsbildungsausschusses der HWK für Mittelfranken freut es mich zu erleben, dass auch das oberfränkische Handwerk sehr innovativ in die Zukunft geht“, fasste etwa Oberstudiendirektor Klaus Drotziger der Beruflichen Oberschule Weißenburg die Einblicke zusammen.

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