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Gesellen-, Meister-, und Fortbildungsprüfungen Nach Unterbrechung wegen Corona: Handwerk startet Prüfungsperiode

Wenn auch mit etwas Verspätung: In dieser Woche beginnt das Prüfungsgeschäft für Lehrlinge und angehende Meister bei den Handwerkskammern. So sollen die Prüfungen während der Corona-Pandemie ablaufen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

Unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes geht auch die Prüfungsphase bei Handwerkskammern und Handwerksinnungen los. "Auszubildende und Betriebe haben ein hohes Interesse, die Berufsausbildung zum geplanten Zeitpunkt mit einem Prüfungsabschluss erfolgreich abzuschließen", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. Es sei eine gute Nachricht, dass jetzt das Prüfungsgeschehen wieder aufgenommen werde. Dabei stehe es außer Frage, dass der Infektionsschutz bei den Prüfungen allerhöchste Priorität habe.

Andere Fortbildungsprüfungen sollen ebenfalls stattfinden

Der Startschuss für die anstehende Prüfungszeit gilt nach Angaben des Handwerksverbandes für die Gesellen-und für die Meisterprüfung sowie andere Fortbildungsprüfungen. "Auch Meisterschülerinnen und -schüler sowie andere Absolventen einer höheren Berufsbildung erwarten zu Recht, dass Prüfungen wie geplant abgelegt werden können", betonte Wollseifer. Zudem hätten viele künftige Gesellen und Gesellinnen schon konkrete Zukunftspläne und Betriebe wollten zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres wieder neue Auszubildende einstellen.

Wollseifer: Besonderer Dank gebührt ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer

Wie Wollseifer weiter sagte, wird die Handwerksorganisation mit großer Kraftanstrengung und Problemlösungskompetenz ihrer Verantwortung für die Berufliche Bildung gerecht. Dafür fordere er auch die "Unterstützung von Bund und Ländern ein", fügte er hinzu. Besonderer Dank gebühre allen ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern, sagte Wollseifer. Ohne deren besonderen Einsatz –insbesondere durch den verkürzten Prüfungszeitraum – sei es nicht zu schaffen.

Kleinere Prüfungsgruppen sollen Infektionsrisiko verkleinern

Mit Blick auf den Infektionsschutz betonte der Handwerkspräsident, dass sich zum Schutze der Prüfungsbeteiligten viele praktische Maßnahmen ergreifen ließen. So würden Prüfungsgruppen nicht nur verkleinert und Prüfungsabläufe entsprechend organisiert. Vor Ort würde auch dafür gesorgt, dass das Abstandsgebot eingehalten und Desinfektionsmittel für Arbeitsgeräte zur Verfügung gestellt werden können. Darüber hinaus gebe es für Risikogruppen besondere Schutzmasken. "Alle Prüfungsbeteiligten können darauf vertrauen, dass ihr persönlicher Schutz sehr ernst genommen wird", versicherte Wollseifer. bir

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