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Gesundheitspolitik Handwerk lehnt Gesundheitsfonds weiter ab

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, bleibt bei seiner Ablehnung des geplanten Gesundheitsfonds.

Der Fonds werde ein "Kostentreiber" sein, weil er die Lohnnebenkosten wieder über die 40-Prozent-Marke treiben und Arbeit verteuern werde, sagte Kentzler im Deutschlandfunk. Allerdings räumte er ein: "Wir werden ihn nicht stoppen können." Der Fonds sei in der Koalitionsvereinbarung verabredet und müsse eingehalten werden. Deshalb müssten jetzt Wege gesucht werden, um die Kassen untereinander konkurrenzfähig zu machen. "Sonst können wir gleich eine Einheitskasse wählen", argumentierte Kentzler.

Zugleich erneuerte er seine Kritik an der Forderung der SPD nach mehr Mindestlöhne. Die Handwerksbranche habe es schwer, durch die Vielzahl ihrer Berufe überall Mindestlöhne einzuführen. Gerade im Handwerk würden zudem häufig Unqualifizierte beschäftigt. Bei einer Mindestlohn-Vereinbarung könnten diese womöglich nicht mehr in Brot und Arbeit gebracht werden. "Dann sähe es in dieser Republik mit den Arbeitslosenzahlen wieder ganz anders aus", sagte Kentzler.

ddp

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