Stuttgart -

Imagekampagne „Handwerk ist meine Leidenschaft“

Die Konditorin Rebekka Omorac aus Freudental ist das neue Gesicht der Imagekampagne und wirbt für Nachwuchs im deutschen Handwerk.

Schon als Kind aß sie gerne Süßes und war begeistert von den Geschichten ihres Großvaters, der Bonbonmacher war. Mit 16 Jahren trat sie in seine Fußstapfen und begann eine Konditorenausbildung. Heute ist Rebekka Omorac nicht nur Konditormeisterin mit einer eigenen Zuckerbäckerei, sondern auch Protagonistin der Imagekampagne des deutschen Handwerks – und damit ab Mitte September deutschlandweit auf Plakaten und Buswerbung zu sehen. Im Interview mit der DHZ-Redaktion erzählt die 37-Jährige, wie sie ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht hat und welche Tipps sie jungen Gründern mit auf den Weg gibt.

DHZ: Sie sind ab Anfang September bundesweit auf Plakaten und auf Buswerbung als Repräsentantin des deutschen Handwerks zu sehen. Was bedeutet das für Sie?
Omorac: Die Plakate und Buswerbung zu sehen, macht mich natürlich sehr stolz. Vor allem bin ich aber auch dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe und als Botschafterin für das deutsche Handwerk nun bundesweit zu sehen bin. Das ist gerade eine sehr spannende Zeit für mich.

DHZ: Wie haben Sie Ihren Weg ins Handwerk gefunden?
Omorac: Zum einen habe ich schon immer davon geträumt, Konditorin zu werden, da ich das kreative, schöpferische Arbeiten und das Spielen mit Formen und Farben mag. Zum anderen wahrscheinlich auch deshalb, weil Handwerk in meinem Leben immer allgegenwärtig war. Meine Eltern haben immer viel gewerkelt, zuhause wurde vieles selbst gemacht.

DHZ: Was fasziniert Sie am Handwerk?
Omorac: Handwerklich zu arbeiten, erdet und entspannt. Es ist wahnsinnig befriedigend, etwas mit den Händen zu erschaffen und am Ende des Tages zu sehen, was man geleistet hat – das Handwerk ist meine Leidenschaft. Genauso toll ist es, das Glück der Kunden zu spüren.

DHZ: Nach Ihrem Meister im Konditorhandwerk haben Sie sich vor zehn Jahren mit Ihrem Betrieb „Rebekka Zuckerbäckerei & Zuckerdruckerei“ selbstständig gemacht. Was würden Sie heute jungen Gründern mit auf den Weg geben?
Omorac: Gute Vorbereitung ist ebenso wichtig wie die Fähigkeit, sich selbst zu kennen. Denn man muss einschätzen können, wie viel man leisten kann und wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Vor allem braucht man aber viel Durchhaltevermögen und eine Portion Mut. Man muss Dinge wagen und ausprobieren, sollte aus Fehlern lernen und flexibel bleiben, falls Plan A nicht funktioniert.

DHZ: Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Zeit im Handwerk besonders geprägt und warum?
Omorac: Besonders geprägt hat mich die Kreativität, die ich durch die Arbeit im Handwerk erlangt habe. Denn jeden Tag wird man mit neuen Herausforderungen und Situationen konfrontiert, die es erfordern, dass man eine Lösung dafür findet. Wichtig ist es dabei auch, dass man nicht nur die Erfolge, sondern auch die Misserfolge als Motivation und Inspiration versteht. Mit der Zeit lernt man auch gelassener zu werden und Vertrauen in das eigene Können zu haben.

DHZ: Was würden Sie jungen Schülerinnen und Schülern erzählen, um sie für das Handwerk zu begeistern?
Omorac: Das Handwerk ist so vielseitig, denn es gibt jeden Tag etwas Neues zu entdecken, zu lernen und zu erfahren. Vor allem aber ist es toll, dass man etwas Sichtbares und Greifbares erschaffen kann. Dieses unbeschreiblich gute Gefühl, mit Leidenschaft seinem Beruf nachzugehen, erlebt man im Handwerk – hier kann man sich selbst verwirklichen.

Informationen sowie die Motive und Filme der Imagekampagne gibt es unter handwerk.de

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