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Bayerische Staatskanzlei Haderthauer tritt zurück

Christine Haderthauer ist nicht mehr Staatskanzleichefin in München. Die CSU-Politikerin stolperte über die so genannte Modellauto-Affäre. Ein Nachfolger - oder Nachfolgerin - wird gesucht.

Die bayerische Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (51) ist am 1. September "mit sofortiger Wirkung" zurückgetreten. Sie steht wegen der schwelenden "Modellbau-Affäre" in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen Betrugsverdachts gegen Haderthauer. "Deren vollständige Klärung hat für mich jetzt vorrangige und absolute Priorität. Dafür brauche ich Kraft und Konzentration", erklärte Haderthauer.

Hintergrund der Ermittlungen ist eine Anzeige, die der frühere Mitgesellschafter der Firma Sapor Modelltechnik eingereicht hat. Darin wirft der Geschäftsmann dem Ehepaar Haderthauer vor, ihn um mehrere 10.000 Euro geprellt zu haben. Die Firma ließ von Straftätern in der Psychiatrie wertvolle Modellautos bauen und verkaufte sie zu hohen Preisen. Christine Haderthauer ist nach eigener Aussage weiterhin überzeugt, dass sie die juristischen Vorwürfe vollständig ausräumen könne.

Seehofer sucht Nachfolger

Nun wird ein Nachfolger gesucht. In CSU-Kreisen kursieren mehrere Namen, darunter Umweltminister Marcel Huber, der das Amt schon einmal hatte, sowie die neue CSU-Europagruppenchefin Angelika Niebler. dhz

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