Konjunktur -

Arbeitsmarkt und Existenzgründung Gute Jobchancen: Kaum noch Existenzgründer

Läuft es auf dem Arbeitsmarkt gut, sinkt die Zahl der Existenzgründungen. Das vergangene Jahr zeigt dies besonders eindrücklich: 17 Prozent weniger Frauen und acht Prozent weniger Männer wagten in Deutschland den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zeichen für 2017 deuten jedoch auf eine Änderung hin.

Die staatseigene Förderbank KfW meldet den tiefsten Stand bei der Zahl der Existenzgründer in Deutschland seit langem: Nur 672.000 Personen – und damit 13 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor – haben sich im Jahr 2016 selbstständig gemacht.

Dieser Rückgang ist sehr stark weiblich geprägt. So gründeten insgesamt 270.000 Frauen ein Unternehmen – ein Minus von 17 Prozent. Bei den Männern waren es 402.000 Existenzgründungen und damit nur ein halb so starker Rückgang von acht Prozent. Die Zahlen stammen aus der Vorabauswertung des aktuellen KfW-Gründungsmonitors.

2017 wieder mehr Existenzgründer?

Die KfW führt die Entwicklung auf die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr zurück, die den Drang zur Selbstständigkeit gemindert hat. Die Jobchancen seien so gut wie lange nicht, was der Gründungstätigkeit besonders zusetze.

Doch trotz des weiterhin stabilen Arbeitsmarkts sieht die KfW schon jetzt Zeichen der Veränderung: Für dieses Jahr erwartet sie wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit und führt dies auf die gestiegene Zahl der Gründungsplaner hin, die 2016 Unterstützung von der KfW bekommen haben. Die vollständigen Ergebnisse will die Förderbank im Mai vorstellen. dpa

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