Südthüringen -

Landesfördermittel Gute Investitionen in Ausbildung

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee überreichte dem Präsidenten der Handwerkskammer Südthüringen, Manfred Scharfenberger, einen Zuwendungsbescheid über 310.835 Euro, die für Modernisierungen im Berufsbildungs- und Technologiezentrums eingesetzt werden.

Die Landesfördermittel entsprechen 70 Prozent der zuschussfähigen Ausgaben, so dass die Gesamtinvestitionssumme 450.000 Euro beträgt. „Mit dem Einsatz der Fördermittel soll ein neuer Schub für die optimale Ausbildung hier in Rohr unterstützt werden“, begründete der Minister die Zuwendung.: „Eine qualitativ gut aufgebaute berufliche Aus- und Weiterbildung sichert unseren Mitgliedsunternehmen qualifizierte Fachkräfte, bietet unseren Jugendlichen nachhaltige Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten im Südthüringer Handwerk und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksunternehmen in Südthüringen“, sagte der Präsident während der Übernahme des Bescheides und dankte zugleich Hauptgeschäftsführerin Manuela Glühmann für die dazu ergriffene Initiative.

BTZ Rohr-Kloster steht im Wettbewerb

Die Hauptgeschäftsführerin unterstrich, dass das BTZ Rohr-Kloster mit ähnlich ausgerichteten Bildungszentren im Wettbewerb stehe und deshalb Investitionen in Modernisierungen für die Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich seien. Im Anschluss führte Manfred Tietze den Ehrengast und die Hausherren zu einem Rundgang durch das Kompetenzzentrum Metall- und Fertigungstechnik und erläuterte im Einzelnen, wofür die Finanzmittel eingesetzt werden sollen.

Im Fachbereich Bau/Holz/Farbe ist die Beschaffung eines Spezialgerüstes vorgesehen, das eine einfache Montage/Demontage, einen hohen Sicherheitsstandard und komplizierte Detaillösungen gewährleistet. Mit der geplanten Beschaffung eines Anschleif- und Anfassgerätes können in der schweißtechnischen Kursstätte die Nahtvorbereitungsarbeiten und der Schweißprozess optimiert werden.

Um im Fachbereich Elektrotechnik die Ausbildung auf dem neusten Stand der SPS-Technik und Industrie 4.0 durchführen zu können, macht sich die Anschaffung von Programmier- und Anlagensimulatoren notwendig. Durch die zunehmende Nachfrage für Herrenrasuren soll im Friseur- und Kosmetikhandwerk ein spezieller Bedienstuhl eingesetzt werden.

In der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Metalltechnik sollen neue Übungsmodelle zum Einsatz kommen, an denen aktuelle steuerungstechnische Inhalte praxisnah vermittelt werden und neue Installations- und Montagetechniken mit neuen Werkzeugen trainiert werden können. Außerdem wird in Smart-Home-Technologie investiert. Im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik sollen Schulungsmodelle für Sensorik/Aktorik, Most-Bus und elektronische Lenksysteme einfließen.

Des Weiteren stehen eine hydraulische Bremsanlage und die Erweiterung der Achsmessanlage auf dem Investitionsprogramm. Für die optimale Rohstofflagerung werden im Fachbereich Lebensmittelhandwerk innovative Technologien, wie zum Beispiel ein „Schalensiegler mit Begasung“, eingeführt.

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