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Diese Versicherungen gehören mit auf die Skipiste Gut versichert in den Skiurlaub

Skiurlaub wird immer beliebter. Nicht selten endet die Abfahrt jedoch im Krankenhaus. Der Bund der Versicherten (BdV) gibt daher Tipps, welche Versicherungen für einen Skiurlaub nötig sind.

Gut versichert in den Skiurlaub
Skifahren ist beliebt. Mit der Anzahl der Skifahrer steigt aber auch die Unfallgefahr. Wer in den Skiurlaub fährt, sollte deshalb gut versichert sein. -

Bianca Boss, Pressereferentin beim BdV: "Die Auslandsreisekrankenversicherung sowie eine Privathaftpflicht- und auch die Unfallversicherung gehören auf jeden Fall ins Reisegepäck."

Auslandsreisekrankenversicherung: Für Wintersport im Ausland ist die Auslandsreisekrankenversicherung unverzichtbar. Die gesetzliche Krankenkasse bezahle nämlich die Behandlungskosten bestenfalls in der üblichen Höhe des Urlaubslandes, so der BdV, maximal aber das, was in Deutschland regulär wäre. Die entstehende Differenz übernehme dann die Auslandsreisekrankenversicherung. Ein weiterer Vorteil: Sie bezahlt auch den Rücktransport nach Hause.

Hände weg vom Alkohol

Unfallversicherung: Zur Absicherung bei schweren Unfällen, die eine Invalidität zur Folge haben, empfiehlt der BdV eine Unfallversicherung oder am besten eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Unfallversicherung leiste in solchen Fällen entweder eine Einmalzahlung oder eine Rente. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahle ebenfalls eine Rente, wenn der verunglückte Wintersportler seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Bianca Boss erläutert: "In diesem Zusammenhang ist eines ganz wichtig: Hände weg vom Alkohol. Denn laut den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen besteht kein Versicherungsschutz für Unfälle, wenn diese unter anderem auf Trunkenheit beruhen." Über die "Besonderen Bedingungen" könnten jedoch Unfälle aufgrund von Trunkenheit wieder eingeschlossen sein – es lohne sich der Blick in die Bedingungen.

In eine Unfallversicherung sollten die Bergungs- und Rettungskosten eingeschlossen sein, empfehlen die Verbraucherzentralen. Diese könnten schnell mehrere Tausend Euro kosten. Die Versicherungssumme sollte mindestens 10.000 Euro betragen.

Personenschäden können schnell teuer werden

Privathaftpflicht: Falls bei der Abfahrt Dritte zu Schaden kommen und entsprechende Ansprüche stellen, kann eine Privathaftpflichtversicherung von existenzieller Bedeutung sei Denn gerade Personenschäden könnten schnell in die Tausende gehen. Und: Die Versicherung kümmert sich auch um die Abwehr unberechtigter Ansprüche – notfalls sogar vor Gericht.

Von Reisegepäckversicherungen raten die Verbraucherzentralen ab. Wertsachen, wie die Skiaustrüstung, sind normalerweise über die Hausratversicherung mitversichert. Auch hier gelten jedoch hohe Anforderungen. Ski, die beim Après-Ski außen an der Hütte lehnen, bekommt man meist nicht ersetzt. Die Versicherung zahle oft nur, wenn die Ausrüstung in einem nicht öffentlich zugänglichen Raum aufbewahrt wird. Hier gilt wie immer: Aufs Kleingedruckte achten. dhz

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