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Irland Grüne Insel und blaues Meer

Irland - Die Grüne Insel. Hier gibt es von herrlichen Aussichtspunkten, über alte Ruinen, menschenleere, aber schafsvolle Hochlandschaften bis hin zu einsamen Buchten am Meer einiges zu entdecken. Die Landschaft, das Meer, Flora und Fauna ziehen die Besucher immer wieder aufs neue in ihren Bann.

Grüne Insel und blaues Meer
Die Klippen von Moher an der Westküste Irlands. Oft geht es bis zu 200 Meter in den tosenden Atlantik hinab. -

Blauer Himmel, Sonnenschein und hier und dort Palmen in akkurat gepflegten Vorgärten. Das soll Irland sein?  Die Überraschung war bei der Ankunft am Fährhafen von Fishguard groß. Die vom Reiseführer empfohlenen Gummistiefel, gefütterte Allwetterjacken und Regenschirme durften natürlich im Gepäck nicht fehlen. Zum Einsatz kamen sie allerdings nicht.

Der warme Golfstrom an der Westküste sorgt für angenehme Temperaturen – sogar Baden ist möglich. Wer hätte das gedacht, dass sich Irland und Badeurlaub kombinieren lassen würden.

Die Rundreise beginnt im Südosten und führt im Uhrzeigersinn einmal um die Insel. Die Städte Cork und Limerick im Süden, die Hafenstadt Galway im Landesinneren und Kilkenny, das viele Liebhaber des Gerstensaftes auch vom dort gebrauten Bier her kennen dürften, sind wegen ihrer Schlösser und Innenstädte sehenswert. Aber Städte sind in Irland nur bedingt das Ziel der Touristen. Vielmehr ist es die Natur, die die Urlauber immer wieder auf die Grüne Insel lockt.

Nervenkitzel pur

Die Wege zu den herrlichen Aussichtspunkten, alten Ruinen, menschenleeren, aber schafsvollen Hochlandschaften oder einsamen Buchten am Meer führen oft über recht enge, kurvenreiche Straßen. Die dazu nicht selten in einem löchrigen, ruinösen Zustand sind. So wird die Anfahrt oft zum großen Nervenkitzel, auch wenn man sich nach einigen Tagen an das Linksfahrgebot gewöhnt hat. Autobahnen gibt es in Irland genau drei, die alle in Dublin beginnen oder enden.

Irland
© Rocco Thiede

Das Netz von Tankstellen, Pubs und Poststellen in Irland ist recht dicht und kleine Geschäfte findet man oft in Strandnähe oder im kleinsten Dorf. Spannend ist es auch, bei den Familienbetrieben reinzuschauen, wie den Butchers (Fleischern) oder bei anderen Handwerkern, die ihr Gewerbe mit Stolz und in bunten Läden vertreten. Wer nach Irland fährt und weniger Zeit hat, sollte unbedingt die wunderschöne Westküste besuchen mit der landschaftlich phänomenalen etwa 100 Kilometer langen Panoramastraße "Ring of Kerry". Ebenfalls sind die atemberaubenden "Klippen von Moher" einen Besuch wert. Malerisch und ­ungewohnt präsentieren sich auch die zahllosen Steinmauern der weiß-­grauen Kalksteine in der hügeligen Landschaft von "The Burren". Hier wird die Kargheit zur Schönheit.

Neben dem Pub, wo meist Männer ihr täglich frisch gezapftes Guinness trinken, lieben die Iren auch Sommerfeste. Im Park des berühmten "Blarney Castel" findet unter uralten Eiben und auf grünen Wiesen an einem Wochenende das "Flower Festival" statt. In  Kenmare ist jeden Sommer ein dreitägiger "Food Carnival". Dann werden in der ganzen Innenstadt Stände mit Leckereien aus aller Herren Länder aufgebaut. Abends spielen in und vor den Pubs Dutzende Livemusiker. Es wird getrunken, getanzt und gefeiert bis zum frühen Morgen.

Der äußerste Norden Irlands mit der Halbinsel Donegal und Inishoven wird von Touristen selbst im Hochsommer nicht überlaufen. Dabei ist die Landschaft phantastisch und erinnert schon sehr mit ihren abwechslungsreichen Buchten, Hochebenen, sanften Hügeln und steilen Klippen an Schottland.

Schottland in Sicht

Schottland sehen kann man bei guter Sicht von den Küstenstreifen in der Nähe der Hängebrücke "Rope Bridge" von "Carrick-a-Rede". Das ist dann schon in Nordirland, wo wieder mit britischen Pfund und nicht mehr wie in der Republik Irland mit Euro bezahlt wird.

Bevor man die Grenze überquert, sollte man sich aber unbedingt den "Giant’s Causeway" anschauen, jene 37.000 sechseckigen Basaltsäulen, die mit ihren aus Lava geformten Gebilden zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören.

Reiseinformationen zur Insel Irland

Irland
© DHZ

Die Insel Irland besteht aus zwei Staaten: Der Republik Irland mit der Hauptstadt ­Dublin und Nordirland mit Belfast.
Währung: Euro in der Republik Irland und Britische Pfund in Nordirland.
Sprache: Verkehrssprache ist Englisch, aber offizielle Sprache ist Gälisch (Irisch).
Beste Reisezeit: Mai bis Oktober. Das Wetter ist wechselhaft und der Golfstrom sorgt für milde Winter.
Anreise: Von vielen deutschen Flughäfen direkt mit Air Lingus oder Lufthansa. Mit dem Auto gibt es von Frankreich aus (Rosscoff oder Cherbourgh) direkte Fährverbindungen nach Irland.
Informationen: Informativer Reiseführer "Irland" von Karl Baedeker Verlag oder discoverireland.com

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