Konstanz -

Konstanz: Vollversammlung konstituiert sich Gotthard Reiner bleibt Präsident

Der Elektroinstallateurmeister Gotthard Reiner ist für die kommenden fünf Jahre im Amt als Präsident der Handwerkskammer Konstanz bestätigt worden. Einer seiner Schwerpunkte: die Nachwuchssicherung im Handwerk.

Gotthard Reiner bleibt Präsident
Der neue Vorstand der Handwerkskammer Konstanz (v.l.): Bernd Klaiber, Carola Kunturis, Jürgen Faden, Präsident Gotthard Reiner, Meinrad Schmidt, Bernd John, Ralf Rapp und Claus Aberle. Auf dem Bild fehlt... -

Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder der neu gewählten Vollversammlung der Handwerkskammer Konstanz den amtierenden Präsidenten Gotthard Reiner, Elektroinstallateurmeister aus Deilingen, für die kommenden fünf Jahre im Amt bestätigt. Auch die beiden Vizepräsidenten wurden bei der konstituierenden Sitzung der neuen Vollversammlung in Konstanz wiedergewählt: für die Selbstständigenseite Jürgen Faden, Elektroinstallateurmeister aus Konstanz, für die Arbeitnehmerseite der Maurerpolier Meinrad Schmidt aus Weilersbach.

Dahingegen gab es zwei Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands: Kfz-Mechanikermeister Bernd Klaiber aus Balgheim und Elektroinstallateurmeister Ralf Rapp aus Rottweil wurden neu in das neunköpfige Gremium gewählt.

Für Nachwuchs sorgen

In seiner Ansprache dankte der 64-jährige Reiner den Vollversammlungsmitgliedern für das Vertrauen und kündigte an, noch stärker in den Dialog mit den rund 12.000 Mitgliedsunternehmen treten zu wollen. "Wir als gewählte Vertreter müssen uns mit den unterschiedlichen Meinungen unserer Mitgliedsbetriebe offen auseinandersetzen", so Reiner.

Die Zukunftsaufgaben der Handwerksvertretung sieht Reiner vor allem im Bereich der Nachwuchssicherung. Hier, wie auch in der Qualitätssicherung der Ausbildung, werde die Handwerkskammer ihre Bemühungen weiter verstärken. Auch müsse man überlegen, wie zukünftig Flüchtlinge und Asylbewerber in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. „Noch ist die Gesetzeslage komplex. Doch es lohnt sich, die Einbindung dieser oft sehr gut qualifizierten Menschen zu forcieren – sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch aus humanitären Gründen“, so Reiner.

Energiewende als Chance nutzen

Lauter werden will Reiner auch bei den weiteren Schlüsselthemen des Handwerks, so etwa bei der Stärkung des Meisterbriefes als Krönung der dualen Handwerksausbildung. „Wir haben eine geringe Jugendarbeitslosenquote und einen stabilen Mittelstand, um den uns andere Länder beneiden. Mittlerweile hat wohl jeder erkannt, dass dieses System ein Garant für die Stabilität von Wirtschaft und Gesellschaft ist“, sagte Reiner.

Daneben sei die Handwerkskammer im Verbund mit ihren Dachorganisationen gefordert, politisch dafür zu sorgen, dass die Energiewende Chance und nicht Hürde für die Handwerksunternehmen werde.

„Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass unsere Unternehmen erfolgreich und stabil agieren können“, fasste Reiner die geplanten Aktivitäten der Handwerkskammer zusammen und verwies dabei auf den Ausbau der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Beratungsdienste für Mitglieder.

Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner dankte Präsident Reiner und der gesamten Vollversammlung für die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Anschließend stellte er den Jahresabschluss 2013 und den Wirtschaftsplan 2015 vor, die einstimmig beschlossen wurden. dhz

Der Vorstand

Selbstständige

  • Gotthard Reiner (Präsident), Elektroinstallateurmeister aus Deilingen
  • Jürgen Faden (Vize-Präsident/Selbständige), Elektroinstallateurmeister aus Konstanz
  • Thomas Kaiser, Gas-/Wasserinstallateurmeister aus Waldshut-Tiengen
  • Bernd John, Gas-/Wasserinstallateurmeister aus Villingen-Schwenningen
  • Bernd Klaiber, Kfz-Mechanikermeister aus Balgheim
  • Ralf Rapp, Elektroinstallateurmeister aus Rottweil

Arbeitnehmer

  • Meinrad Schmidt (Vize-Präsident), Maurerpolier aus Weilersbach
  • Claus Aberle, Kfz-Mechaniker aus Radolfzell
  • Carola Kunturis, Konditormeisterin aus Mühlhausen-Ehingen
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