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Marketing aktuell Google AdWords: Ein Werbemedium mit Regionalcharakter

Das Internet als Werbemedium eignet sich besonders für den Mittelstand. Eine Möglichkeit das eigene Produkt oder die Dienstleistung an eine Vielzahl potenzieller Neukunden heranzubringen ist Marketing mit Google AdWords.

"In keinem anderen Werbemedium kann man seine Zielgruppe so genau ansprechen und die Streuverluste entsprechend gering halten", sagt Sabrina Zebisch von der Onlinemarketingagentur Convecto New Media. Werbeanzeigen werden dabei nämlich nur dann eingeblendet, wenn ein Nutzer aktiv nach dem entsprechenden Produkt sucht und zu diesem Zweck eine Suchanfrage bei Google durchführt.

Was sind Google AdWords?

Google AdWords sind textbasierte Werbeanzeigen, die unter anderem neben bzw. über den organischen Suchergebnissen auf der Google Suchseite stehen. Diese Anzeigen haben den Vorteil, dass sie auch mit einer regionalen Begrenzung erstellt werden können. Gibt der Inserent an, dass seine Anzeige nur in München geschaltet werden soll, ermittelt Google anhand der IP-Adresse der Nutzer deren Standort und es bekommen nur die Nutzer die Anzeige gezeigt, die sich auch tatsächlich in der ausgewählten Region aufhalten. Zusätzlich wird unter der Textanzeige automatisch ein Vermerk auf die regionale Beschränkung eingeblendet und es kann der Unternehmensstandort angezeigt werden.

Was kostet mich das?

Nach Aussagen von Sabrina Zebisch bleiben die Kosten beim Werben mit Google AdWords überschaubar. Es gebe weder ein Mindestbudget noch eine Mindestlaufzeit. Auch bleibe es dem Inserenten selbst überlassen, wie viel er im Monat in seine Kampagne investieren möchte. Berechnet werden die Kosten nach der sogenannten Cost-per-Klick Methode. Das bedeutet, dass der Inserent im Vorfeld festlegt, wie viel er für einen Klick auf die Anzeige zu zahlen bereit ist. Er zahlt nur dann wenn auch tatsächlich ein Klick auf seine Anzeige erfolgt, nicht wenn seine Anzeige nur eingeblendet wird.

Wie funktioniert das ganze?

Das Prinzip ist recht einfach. Als erstes richtet man sich ein AdWords Konto ein. In diesem können dann verschiedene Kampagnen angelegt werden. Der Advertiser hinterlegt in seiner Kampagne Begriffe, sogenannte Keywords, die sein Produkt möglichst genau beschreiben, wie zum Beispiel "Schreinerei". Sucht nun ein Nutzer bei Google nach diesem oder einem ähnlichen Begriff, wird die Anzeige des Advertisers eingeblendet. Erscheint ihm die Anzeige relevant, klickt er sie an und wird auf die Website des Advertisers geleitet, auf der es dann zu der gewünschten Aktion, wie einem Kauf oder dem Ausfüllen eines Kontaktformulars kommen kann.

Der Vorteil von Google AdWords

Der potenzielle Kunde wird genau in dem Moment angesprochen, in dem er auf der Suche nach diesem Produkt oder dieser Dienstleistung ist. Er ist also aufnahmebereit für die Werbebotschaft und die Chance auf einen erfolgreichen Verkauf, oder eine Kontaktaufnahme ist dadurch hoch. "Anders als bei anderen Werbeformen sind auch die Streuverluste ausgesprochen gering, da nur eine ausgewählte Zielgruppe angesprochen wird", sagt die Werbefachfrau. Sie warnt aber gleichzeitig auch vor der Komplexität dieser Werbeform: "Google AdWords eignet sich nicht für einen Schnellstart, auch wenn Google das dem Anwender suggeriert." Wer keine externe Agentur beauftragen möchte, sondern das Marketing lieber selbst in die Hand nehmen will, sollte sich deshalb dementsprechend vorab eingehend über das Thema AdWords informieren.

Buchtipp zum Thema: Sabrina Zebisch: Google AdWords – Punktgenau und zielgerichtet werben, 1. Auflage, BusinessVillage, 2010, 280 Seiten, ISBN 978-3869800-54-7

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