Chemnitz -

Neues Ausbildungsjahr Gleichbleibend hohe Zahl an neuen Lehrverträgen

Das Handwerk im Kammerbezirk Chemnitz startet mit einer konstant hohen Zahl an neuen Lehrverträgen ins neue Ausbildungsjahr. Zum Stichtag 31. August hatten 1.847 Lehrlinge in 101 Berufen einen Ausbildungsvertrag für das Lehrjahr 2018/19 abgeschlossen. Darunter sind 394 weibliche Lehrlinge.

Über alle Gewerke hinweg bleibt die Zahl der neu eingetragenen Lehrverhältnisse annähernd auf dem Niveau von 2017. Einen deutlichen Anstieg verzeichnen die Berufe Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Zimmerer, Kraftfahrzeugmechatroniker und Elektroniker. Nahezu verdoppelt hat sich die Zahl der neuen Lehrverträge im Straßenbauer-Handwerk. Einen deutlichen Rückgang von 146 auf 113 neue Lehrverträge im Vergleich zu 2017 verzeichnet der Ausbildungsberuf Friseur/Friseurin.

Bei der Vorstellung der Lehrlingszahlen sprachen Handwerkskammer-Präsident Frank Wagner und der Präsident des Landesamts für Schule und Bildung (LASUB), Ralf Berger, auch über die Notwendigkeit, die Oberschulen als die wichtigste Schulart für den handwerklichen Nachwuchs zu stärken.

LASUB-Präsident Ralf Berger: „Von der Stärkung der Oberschulen profitiert die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen junge Menschen mit einer ausgezeichneten Schulausbildung, damit der Weg in das Berufsleben optimal verlaufen kann. Gerade in diesen demografisch schwierigen Zeiten ist es von Bedeutung, dass wir an den Oberschulen noch stärker auf die duale Berufsausbildung orientieren. Zahlreiche Unternehmen warten händeringend auf den Nachwuchs. Denn auch in Zukunft benötigen wir gut ausgebildete Handwerker, die die Gesellschaft funktions- und leistungsfähig halten.“

Handwerkskammer-Präsident Frank Wagner erneuerte seine Forderung, das im Koalitionsvertrag der sächsischen Regierungsparteien verankerte Azubi-Ticket in die Tat umzusetzen: „Die Lehrlinge müssen immer weitere Wege zur Berufsschule zurücklegen. Ein Azubi-Ticket erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der dualen handwerklichen Ausbildung. Wir stehen im Wettbewerb um Nachwuchs mit öffentlichen Arbeitgebern und akademischen Berufen. Wenn es Studierenden-Tickets gibt, ist es nur recht und billig, auch den Lehrlingen Mobilität zu einem annehmbaren Preis zu ermöglichen. Das wäre ein ehrliches Zeichen für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.“

Im Anschluss an die Vorstellung der neuen Ausbildungszahlen enthüllten Handwerkskammer-Präsident Wagner und LASUB-Präsident Berger an der Fassade der Handwerkskammer Chemnitz ein 12 mal 6,50 Meter großes Banner mit dem Handwerksmanifest der bundesweiten Imagekampagne des Handwerks.

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