Steuertipps -

Steuertipp Gewinnermittlung 2020: Neue Regeln zur Sonderabschreibung

Ermitteln Sie den steuerlichen Gewinn für 2020, um wegen der coronabedingten Gewinneinbrüche zu viel gezahlte Steuern möglichst schnell wieder erstattet zu bekommen? Dann sollten Sie prüfen, ob Sie im Jahr 2020 (erstmals) von der Sonderabschreibung für betriebliche Investitionen im Anlagevermögen profitieren. Die Chancen stehen angesichts neuer Steuerspielregeln zur Sonderabschreibung gut.

Voraussetzungen für die Sonderabschreibung

Von der Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG profitieren Unternehmer bei der Gewinnermittlung 2020 immer dann, wenn der Gewinn 2019 (also der Gewinn im Jahr davor!) nicht mehr als 200.000 Euro betragen hat. Erstellt Ihr Steuerberater für 2019 eine Handels- und eine Steuerbilanzgewinn, ist stets der Steuerbilanzgewinn maßgeblich.

Praxis-Tipp: Diese maximale Gewinngrenze gilt neuerdings übrigens sowohl für selbständige Handwerker, die ihren Gewinn 2020 nach der Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln als auch für Unternehmer, die eine Bilanz erstellen.

Höhe der Sonderabschreibung

Die Sonderabschreibung auf bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (Pkw, Maschine, Möbel, PC, etc.) beträgt 20 Prozent und kann neben der regulären Abschreibung abgezogen werden.

Steuertipp: Prüfen Sie also, ob Ihnen aufgrund der neuen Steuerspielregeln zur Sonderabschreibung vielleicht erstmals die Möglichkeit offen steht, eine gewinnmindernde Sonderabschreibung für 2020 geltend zu machen. Wenn ja, winkt für 2020 eine zusätzliche Steuerentlastung.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten