Thüringer Handwerkstag -

Land- und Baumaschinenmechatroniker Gesellenbriefe für starke Typen

Thüringen hat 35 frischgebackene Land- und Baumaschinenmechatroniker. Die jungen Männer erhielten in Gera-Aga ihre Gesellenbriefe und wurden feierlich von den Pflichten eines Lehrlings freigesprochen.

Landesinnungsmeister Gottfried Floß würdigte die Prüfungsleistungen der neuen Gesellen und ist sich sicher, dass damit dem Handwerk wieder eine Vielzahl von hervorragend ausgebildeten Fachkräften zur Verfügung steht.

Bei den Land- und Baumaschinenmechatronikern hat der technologische Fortschritt mehr und mehr Einzug gehalten. Wurde früher noch mit schweren Werkzeugen gearbeitet, kommt heute modernste Computer- und Diagnosetechnik zum Einsatz. Dass dieser Fortschritt bei den jungen Menschen ankommt, unterstreichen die 35 jungen Gesellen.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Landbautechnik, Ulrich Beckschulte, betonte, dass sich die Absolventen für einen der vielseitigsten Berufe entschieden haben: „Sie sind Allrounder für alle Maschinen, die in die Landschaft eingreifen – egal ob in der Landwirtschaft, im Tagebau oder bei der Bundeswehr.“ Eine bessere Ausbildung in dieser Breite gäbe es nicht.

Er fügte hinzu, dass ständige Weiterbildung Grundvoraussetzung sei, um mit der technischen Entwicklung Schritt halten zu können. „Das sogenannte Smart Farming wird die Zukunft auf den Kopf stellen“, machte Beckschulte die rasante Entwicklung deutlich. Auch der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Wagner, gratulierte den neuen Absolventen. Gerade die Landwirtschaft sei auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen.

Zur Gesellenfreisprechung wurden auch die Jahrgangsbesten geehrt. Mit Daniel Täubert von der Oettersdorfer Landwirtschaftlichen Aktiengesellschaft sowie Eric Grosch und Niklas Militzer, beide vom Service und Technikzentrum Triptis, wussten gleich drei junge Gesellen die Prüfungskommission zu überzeugen. Mit den gezeigten Leistungen des gesamten Jahrganges braucht es den Thüringer Betrieben dieser Branche um adäquaten Fachkräftenachwuchs nicht bange zu sein.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten