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Ifo-Index Geschäftsklima verschlechtert sich

Das Geschäftsklima hat sich im Dezember nach der leichten Verbesserung im Vormonat weiter abgekühlt. Das äußert sich im neuen Ifo-Index, in dem die Unternehmen ihre momentane Geschäftslage deutlich weniger positiv beurteilen.

Die Aussichten für das kommende halbe Jahr werden unverändert zurückhaltend eingeschätzt. Die konjunkturelle Dynamik lässt weiter nach.

Im verarbeitenden Gewerbe hat der Geschäftsklimaindikator des Ifo-Instituts nachgegeben. Ihre gegenwärtige Geschäftslage stufen die Firmen weniger günstig ein als im November. Die Zuversicht für die nächsten sechs Monate hat sich etwas abgeschwächt. Die Unternehmen planen jedoch vermehrt eine Aufstockung ihres Personals. Nahezu unverändert optimistisch zeigen sich die Befragungsteilnehmer hinsichtlich des zukünftigen Exportgeschäfts.

Leichter Aufwärtstrend am Bau

Im Bauhauptgewerbe tendiert der Klimaindikator geringfügig nach oben. Die derzeitige Geschäftssituation wird etwas weniger unbefriedigend eingestuft als im November. Auch in Bezug auf die zukünftige Entwicklung äußern sich die Baufirmen etwas zuversichtlicher.

Das Geschäftsklima im Großhandel bleibt dagegen weitgehend unverändert. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage wieder weniger positiv als im Vormonat, die Perspektiven für die nächsten sechs Monate haben sich aber aufgehellt.

Eine weitere Eintrübung des Klimas verspürt der Einzelhandel. Verschlechtert hat sich vor allem die gegenwärtige Situation. Sie wird so ungünstig beurteilt wie seit nahezu zwei Jahren nicht mehr. Die Skepsis hat zugenommen.

HWWI senkt Wachstumsprogonose

Unterdessen hat das Hamburgische WeltWirtschafts-Institut (HWWI) seine Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im kommenden Jahr gesenkt. Es erwartet jetzt ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7 Prozent. Zuletzt waren 2,3 Prozent prognostiziert worden.

Wie das Institut erklärte, hätten sich die Perspektiven nach recht gutem Verlauf der Konjunktur in diesem Jahr inzwischen merklich eingetrübt. Die "Schatten", die seit Sommer über die Konjunktur aufgezogen seien, hätten sich weiter ausgebreitet. Gemeint sind damit die Immobilien- und Finanzkrise in den USA sowie der Ölpreis- und der Eurokursanstieg.

In der ersten Hälfte des kommenden Jahres sei deshalb "mit einer Wachstumsdelle, möglicherweise sogar mit einer Stagnation zu rechnen". Sollten sich die gegenwärtigen Risiken nicht verschärfen, wäre im späteren Jahresverlauf mit einer Rückkehr auf den Aufschwungspfad und 2009 mit einer Fortsetzung des Aufschwungs zu rechnen. Für 2009 erwartet das HWWI ein Wachstum von zwei Prozent. 2007 wird mit 2,5 Prozent gerechnet.

pc/ddp

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