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Berufsgenossenschaft warnt vor unnötigen Leistungen Geschäftemacherei mit Prüfung von Lagerregalen

Wer in seinem Betrieb Lagerregale hat, muss diese regelmäßig auf mögliche Gefahren prüfen. Doch nicht jeder Chef weiß, wie diese Prüfung auszusehen hat. Diese Unsicherheit nutzen derzeit Geschäftemacher, um unnötige Dienstleistungen zu verkaufen. Wie Sie sich gegen die Vorstöße absichern können.

Wer kennt schon den genauen Wortlaut der Arbeitsschutzvorschriften und der Prüfpflichten? Derzeit nehmen Beratungsfirmen Kleinunternehmen ins Visier, um ihre Leistungen zu verkaufen, warnt die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN).

In einem Schreiben fordern die Anbieter demnach Kleinunternehmer auf, ein Angebot für die Inspektion ihrer Regalanlagen anzufordern. Sie verweisen dabei auf die einschlägigen Vorschriften und Prüfpflichten.

Handwerker prüfen normalerweise selbst

Tatsächlich verlangt die Betriebssicherheitsverordnung eine jährliche Prüfung von Lagereinrichtungen und Regalen durch fachkundige Prüfer.

Aber: Das gilt nur für Einrichtungen, die zu gefährlichen Situationen führen können, bespielsweise für Regale, die mit Hilfe eines Gabelstaplers befüllt oder geleert werden. Bei von Hand befüllten oder geleerten Regalen könne man die Gefährdung in der Regel ausschließen, informiert die BGN.

In der Regel betrifft die Prüfpflicht für Regale der Betriebssicherheitsverordnung handwerkliche Kleinbetriebe nicht, stellt die BGN klar.

In diesen Betrieben prüfen Unternehmer selbst, ob von ihren Regalen Gefährdungen ausgehen können oder nicht – am besten im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung für ihren Betrieb. Praxishilfen und Checklisten, wie eine solche Gefährdungsbeurteilung aussehen sollte, gibt es hier. dhz

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