Sächsischer Handwerkstag -

Am Markt gut positioniert Genossenschaftsbanken wichtiger Stabilitätsfaktor

Sachsens Volks- und Raiffeisenbanken haben sich nach eigener Einschätzung trotz leicht abflauender Konjunktur auch 2012 als „wichtiger Stabilitätsfaktor und Partner des privaten und ge-werblichen Mittelstands“ behauptet. Bei den Krediten kamen sie mit einem Plus von immerhin 386 Millionen Euro (12,7 Prozent) auf 3,4 Milliarden Euro, bei Einlagen mit einem Wachstum von nahezu 300 Millionen Euro (4,7 Prozent) auf 6,5 Milliarden Euro.

Wie Thomas Müller, Vorstandssprecher der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG, vor der Presse Ende Februar 2013 in Dresden weiter mitteilte, nahm die angehäufte Bilanzsumme der 19 sächsischen Institute um 7 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zu. Die durchschnittliche Bilanzsumme erhöhte sich – wegen einer Fusion der Volksbanken Chemnitz und Erzgebirge – um 12,6 Prozent auf 441 Millionen Euro.

„Diese Zahlen zeigen, dass die Kredit-genossenschaften als Banken der Realwirtschaft bei den Kunden Vertrauen genießen“, sagte Müller. Mit Blick auf die zwischenzeitlich erreichte Eigenkapitalausstattung von Unternehmen attestierte er Handwerk und Mittelstand ein „hohes Maß an Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen konjunkturellen Belastungen“. Derzeit liege die Quote im Freistaat bei rund einem Viertel und damit über dem Bundesdurchschnitt.  

Wachstumsimpulse erhoffen sich die Volks- und Raiffeisenbanken nach Worten von Horst Kessel, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbandes Frank-furt/Main, durch eine finanzielle Begleitung von Investitionen für mehr Energieeffizienz und den Ausbau  erneuerbarer Energien. Dass die von der Bundesregierung angestrebte steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung Ende 2012 im Bundesrat scheiterte, sei daher umso mehr zu bedauern. Damit habe die Politik vorerst eine Chance vertan, durch Einbeziehung der ortsansässigen Wirtschaft die Wertschöpfung in den Regionen anzukurbeln.

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