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Premiere für neuen Passat Genfer Autosalon: VW nimmt Kurs aufs autonome Fahren

Am 7. März öffnet mit dem Genfer Autosalon die erste große Fahrzeugmesse des Jahres ihre Pforten. Einer der Höhepunkte ist die Premiere des neuen VW Passat, der im September in den Handel kommt.

Volkswagen steuert auf einen Rekord zu: Im Frühjahr soll der 30-millionste VW Passat gebaut werden. Es wird bereits ein Modell der achten Generation des Bestsellers sein. Erstmals öffentlich präsentiert wird der neue VW Passat auf dem Genfer Autosalon ab 7. März.

Beim äußeren Erscheinungsbild ist keine Revolution zu erwarten. Der neue Passat soll als solcher erkennbar bleiben. Technologisch hat VW dagegen kräftig aufgerüstet und bietet mit dem "Travel Assist" ein Assistenzsystem, mit dem das Auto Kurs auf das autonome Fahren nimmt.

Weil das auf deutschen Straßen noch gar nicht erlaubt ist, muss der Passatfahrer seine Hände immer noch am Lenkrad haben. Berührt er länger als zehn Sekunden das Steuerrad nicht, schlägt die Elektronik Alarm. Reagiert der Fahrer nicht auf optische und akustische Signale, bremst der "Emergency Assist" das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand ab.

Der "Travel Assist", der per Knopfdruck aktiviert wird, erlaubt bei jedem Tempo zwischen 0 und 210 km/h teilautomatisiertes Fahren auf Level 2 der fünfstufigen Skala auf dem Weg zum autonomen Fahren.

Limitiertes Sondermodell zum Auftakt

Ab Mai will VW mit dem Vorverkauf für den neuen Passat in Europa beginnen. Zum Debüt offeriert der Hersteller ein auf 2.000 Exemplare limitiertes Sondermodell, den Variant R-Line Edition. Der Kombi in der neuen Farbe "Mondsteingrau" hat natürlich den "Travel Assist" an Bord und verfügt über permanenten Allradantrieb (4Motion) sowie die Topmotorisierung, entweder den 240 PS starken Diesel- oder den Benzinmotor mit 272 PS. Auch die neuen LED-Matrixscheinwerfer gehören zum Angebot, die dank interaktiver Lichtsteuerung Nachtfahrten deutlich angenehmer machen.

Noch in diesem Jahr will VW mit dem GTE den Passat auch als Plug-in-Hybrid an den Start bringen. Die rein elektrische Reichweite liegt bei 55 km. Zusammen mit dem 218 PS starken Turbobenziner erfüllt der Antrieb bereits die Abgasnorm Euro 6d, die für Neuwagen ab 2021 vorgeschrieben ist.

Alle anderen Motoren sind mit ­Euro 6d-TEMP eingestuft und mit Partikelfilter ausgestattet, egal ob Diesel oder Benziner. ste

Genfer Autosalon: 4 weitere Neuheiten für das Handwerk

E-Transporter mit komplettem Tuningpaket

Auf dem diesjährigen Genf präsentiert sich nicht nur Fahrzeugveredler ABT Sportsline, sondern auch seine Tochter ABT e-Line. Jüngstes Projekt ist der ABT e-Transporter, der offiziell über VW Nutzfahrzeuge vertrieben wird. Noch vor dem Produktionsstart wird er am Messestand mit einem kompletten Tuning-Paket gezeigt. Die ersten Auslieferungen an Kunden werden für das dritte Quartal 2019 erwartet.

Digitalisierter VW Multivan 6.1

Über sechs Generationen – vom T1 bis zum T6 – hat Volkswagen Nutzfahrzeuge weltweit fast zwölf Millionen Exemplare verkauft. Jetzt erhält die Baureihe mit dem T6.1 ein großes Update: Der VW Multivan ist mit zahlreichen Assistenzsystemen, digitalen Instrumenten ("Digital Cockpit") und einer neuen Infotainment-Generation mit permanentem Online-Zugang ausgestattet. Ebenfalls neu: das Design der Frontpartie und die Instrumententafel. Für Vortrieb sorgen 90 bis 199 PS-starke TDI-Motoren. Ein Novum ist im Bulli zudem ein reiner E-Antrieb. In den ersten Ländern kommt der neue T6.11 im Herbst 2019 auf den Markt.

Mitsubishi mit neuem Pick-up L200 für die Eintonnen-Nutzlastklasse

Mitsubishi präsentiert auf dem Genfer Autosalon die Neuauflage des Pick-up-Klassikers L200. Die Japaner haben dem als "Ultimate Sport Utility Truck" entwickelten Fahrzeug eine modernere Optik, neue Aktiv-Sicherheitstechnologien und ein verbessertes Allradsystem verpasst. Zudem verspricht der Hersteller ein leichteres Handling und mehr Komfort.

Pickup mit verlängerter Ladefläche: Der SsangYong Musso Grand

Der koreanische Automobilhersteller SsangYong präsentiert in Genf die Langversion des erst 2018 eingeführten Pick-ups Musso. Der Radstand des Musso Grand wächst in der XXL-Version auf 3,21 Meter, die Pritsche hinter der Doppelkabine auf 1,61 Meter. In Sachen Zuladung legt der Pick-up im Vergleich zum Standard-Musso um 212 Kilogramm auf insgesamt 1.062 Kilogramm zu. dhz

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