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Weiterbildung Gehaltstabelle: Ausbildung und Meister machen lohnt sich

Lohnt sich der Meister? Für alle, die sich diese Frage stellen, gibt es jetzt die Antwort. Eine Studie hat berechnet, wie hoch der Gehaltsunterschied zwischen ungelernten Arbeitskräften, Gesellen und Meistern ist. In einem bestimmten Handwerksberuf ist die Weiterbildung finanziell besonders lukrativ.

Bis eine Ausbildung abgeschlossen ist, dauert es. Der Verdienst ist überschaubar. Wer später noch den Meister obendrauf setzt, hat zudem hohe Kosten zu tragen. Dennoch lohnen sich sowohl Lehre als auch Meisterkurs. Zum einen wegen der beruflichen Expertise, aber auch finanziell, wie eine Studie von Gehalt.de nun bestätigt. Das Vergleichsportal hat hierfür die Gehälter von mehr als 27.500 Arbeitnehmern in nicht-akademischen Berufen analysiert.

Oftmals lockt das schnelle Geld, wenn Arbeitskräfte ohne vorige Ausbildung in den Job starten. Dabei macht sich eine abgeschlossene Lehre schon nach wenigen Jahren bezahlt. Wie Gehalt.de ermittelte, verdienen Arbeitskräfte ohne Ausbildung durchschnittlich 29.800 Euro pro Jahr. Das entspricht einem monatlichen Bruttolohn in Höhe von etwa 2.483 Euro. Wer eine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen hat, darf auf deutlich mehr hoffen. Etwa 34.000 Euro brutto verdient eine ausgelernte Fachkraft im Durchschnitt. Das sind monatlich rund 350 Euro mehr. Soll es noch eine weitere Gehaltstufe nach oben gehen, kann eine Weiterbildung zum Meister an die Lehre angehängt werden. Mit dem Meisterbrief im Gepäck winken für Angestellte durchschnittlich 42.300 Euro jährlich, also rund 3.525 Euro im Monat.

Ausbildung und Meister: In diesem Beruf ist der Gehaltssprung am höchsten

Für angestellte Maurer macht sich der Weg über die Lehre zum Meistertitel besonders bezahlt. Ohne Lehre locken für die Arbeit auf dem Bau durchschnittlich 27.000 Euro brutto, gelernte Maurer verdienen 35.100 Euro. Nach der Weiterbildung zum Maurermeister stehen auf dem Gehaltszettel 42.300 Euro, was ein Plus von mehr als 15.000 Euro im Vergleich zur ungelernten Arbeitskraft ist. Ein weiterer Vorteil des Meistertitels: In einigen Handwerksberufen ist er Voraussetzung, um sich mit einem eigenen Betrieb selbständig zu machen.

In den meisten Berufen haben sich die Kosten für eine Meisterausbildung bereits nach zwei bis drei Jahren amortisiert. Wie schnell es geht, hängt neben dem Verdienst auch von der Höhe der Weiterbildungskosten ab, welche von Gewerk zu Gewerk unterschiedlich ist. Während Fleischer und Friseure rund 4.000 Euro für ihren Meister zahlen müssen, werden für die Ausbildung zum Elektrikermeister um die 9.000 Euro fällig. Hinzu kommen eventuelle Fahrt- und Übernachtungskosten sowie die Prüfungsgebühr der Handwerkskammer.

Aus- und Weiterbildung macht sich nicht nur im Handwerk bezahlt

Deutlich geringer fallen die Gehälter in so manch anderem Ausbildungsberuf aus. So verdient eine ungelernte Pflegekraft durchschnittlich gerade einmal 25.300 Euro. Zwar lockt nach der Ausbildung ein Gehaltssprung auf 33.000 Euro brutto, dafür fällt das Plus nach dem Fachwirt eher gering aus: 36.000 Euro erhalten Fachkräfte nach einer entsprechender Weiterbildung.

Das niedrigste Einkommen in der Auswertung von Gehalt.de beziehen ungelernte Küchenhilfen. Gerade einmal 21.700 Euro verdient man als solche im Jahr. Eine Lehre wirkt sich jedoch auch hier spürbar auf den Gehaltszettel aus. Der Verdienst klettert nach der Ausbildung auf durchschnittlich 27.200 Euro. Eine abgeschlossene Weiterbildung zum Meister bringt zusätzlich 2.800 Euro brutto mehr im Jahr. fre

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