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Datenbank archiviert kostenlos für 40 Jahre Gefahrstoffe: Dokumentieren leicht gemacht

Egal ob Abgase oder Stäube: Wenn Mitarbeiter während ihrer Arbeit Gefahrstoffen ausgesetzt sind, müssen ihre Chefs das dokumentieren. Eine neue und kostenlose Datenbank hilft dabei, die gesetzliche Pflicht mit wenig Aufwand zu erfüllen.

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Gefahrstoffverordnung präzisiert diese Pflicht für giftige, krankmachende oder explosive Substanzen. Dies betifft auch krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe wie Dieselmotorabgase in Kfz-Werkstätten, Hartholzstäube in Schreinereien oder Benzol in der Kunst- und Farbstoffindustrie. Laut Verordnung muss der Arbeitgeber die entsprechenden Belastungen ermitteln, Schutzmaßnahmen ergreifen sowie die Belastungen dokumentieren. 40 Jahre lang muss der Unternehmer die Daten aufbewahren.

Datenbank übernimmt Archivierungspflicht

Die Zentrale Expositionsdatenbank der DGUV (ZED) ist ein kostenfreies Angebot, in dem sich diese Daten erfassen und sicher speichern lassen. "Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen reduziert sich damit der Aufwand, denn die ZED liefert ihnen fertige Strukturen, in denen sie ihre betriebseigenen Daten einfach und dauerhaft ablegen können", sagt Roger Stamm, ZED-Projektleiter in der DGUV. "So sind Daten zukünftig auch dann noch verfügbar, wenn zum Beispiel ein Betrieb gar nicht mehr existiert."

Die DGUV verwaltet die übermittelten Daten treuhänderisch und übernimmt damit für das Unternehmen die Archivierungspflicht und auch die Aushändigungspflicht an Beschäftigte bei Ausscheiden. Die Teilnahme ist für alle Unternehmen freiwillig und kann jederzeit beendet werden. Die ZED wird vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV betrieben. dhz

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