Sächsischer Handwerkstag -

Innere Sicherheit Forderung: Politisches Handeln gegen ausufernde Kriminalität

Der Sächsische Handwerkstag hat auf die gestiegene Kriminalitätsrate im Freistaat für 2012 reagiert. Im Zuge dessen fordert er wirksames, politisches Handeln, das ein Ausufern der Kriminalität verhindert.

Mit Blick auf die von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) vorgelegten Zahlen der Kriminalitätsentwicklung im Freistaat für 2012 hat der Sächsische Handwerkstag seine Forderung an die Landespolitik bekräftigt, dem Thema „Innere Sicherheit“ unter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen mit entschlossenerem politischen Handeln zu begegnen. „Dass die Zahl der Straftaten im Freistaat im vergangenen Jahr weiter gestiegen, jedoch die Zahl der aufgeklärten Fälle rückläufig ist, zeigt, dass noch nachhaltiger über Schritte gegen ausufernde Kriminalität nachgedacht werden muss“, wie Handwerkstag-Präsident Roland Ermer am Mittwoch in Dresden erklärte. 

„Wir können und dürfen nicht zulassen, dass der Wirtschafts- und Tourismusstandort Sachsen zunehmend deshalb an Attraktivität einbüßt, weil es im Verbund mit den Sicherheitsbehörden nicht gelingt, dem kriminellen Treiben wirksam Einhalt zu gebieten“, sagte Ermer. Dabei müsse Sachsens Polizei personell und materiell auch künftig so ausgestattet sein, dass sie ihre Aufgaben ohne Einschränkungen erfüllen kann.

An die Landesregierung appellierte das Handwerk, den eingeschlagenen Weg einer effektiveren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien  fortzusetzen. Gerade bei Eigentumsdelikten (Einbruch, Diebstahl, Vandalismus) seien vielfach auch Handwerks- und andere gewerbliche Unternehmer Leidtragende, und zwar nicht mehr nur im ostsächsischen Grenzraum.  

Laut Innenministerium nahm die Kriminalität in Sachsen 2012 weiter zu. Von den Behörden registriert wurden landesweit rund 312.000 Straftaten, ein Plus von fast 19.000 gegenüber dem Vorjahr.

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