Mobilität + Transport -

185 PS starker Turbodiesel verstärkt Motorangebot Ford Transit: Verlorenes Gewicht bringt Nutzlastgewinn

Der neue Ford Transit ist bis zu 80 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Dafür kann der Handwerker mehr Gewicht in den Laderaum packen.

Ford setzt bei der Weiterentwicklung des Transit vor allem auf Leichtigkeit. Für das neue Modell, das im Mai auf der Nutzfahrzeugmesse in Birmingham vorgestellt wurde und das Mitte des Jahres in den Handel kommt, bedeutet das eine um bis zu 80 kg höhere Nutzlast.

Am stärksten profitieren die Modelle mit Heckantrieb von der Gewichtseinsparung. Denn allein durch die Neugestaltung der Hinterachse wurde der Transporter um 14,7 kg leichter. Weitere 4,4 kg bringt die Laderaum-Trennwand, die ab dem neuen Modelljahr nicht mehr aus Stahl, sondern aus einem hochfesten Verbundwerkstoff besteht.

Die Motorhaube fertigt Ford künftig aus Aluminium. Obwohl sie um 5,4 kg leichter ist als das Pendant aus Stahl würde sie bei Temperaturen von minus 30 bis plus 80 Grad Celsius bezüglich der Festigkeit die gleichen Werte erzielen. Sogar eine höhere Festigkeit bei weniger Metall erzielt Ford durch das sogenannte Spinning-Produktionsverfahren, mit dem die Stahlfelgen für die Räder des Transit hergestellt werden, was weitere 5,5 kg einspart.

Insgesamt summieren sich die Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung in der Modellvariante 350 mit Heckantrieb, langem Radstand und mittelhohem Dach auf 80 kg gegenüber dem Vorgängermodell. Bei der entsprechenden Variante mit Frontantrieb liegt der Nutzlastgewinn laut Hersteller bei 48 kg. Das geringere Eigengewicht wirkt sich auch positiv auf die Kraftstoffeffizienz aus und senkt die CO2-Emissionen.

Das bisherige Angebot an Dieselmotoren mit 105, 130 und 170 PS wird laut Ford um eine Variante mit 185 PS nach oben erweitert. Deren maximales Drehmoment liegt bei 415 Nm. Dank eines verbesserten Turboladers steht das maximale Drehmoment in allen Leistungsstufen künftig in einem breiteren Drehzahlbereich zur Verfügung.

Ford Transit

Um die Kraftstoffeffizienz des 2,0-Liter-Turbodiesels zu erhöhen, setzt Ford als erster Hersteller bei Transportern mit zwei Tonnen Nutzlast eine elektromagnetische Servolenkung ein. Leichtlauf-Reifen und die bessere Aerodynamik vor allem der Frontpartie sollen ebenso den Verbrauch reduzieren wie das automatische Start-Stopp-System, das jetzt serienmäßig in allen Varianten verbaut wird. Über den „Efficient Drive Mode“ bekommt der Fahrer Hinweise für eine sparsame Fahrweise. Das Assistenzprogramm greift auf GPS-Daten des Navigationsgerätes zu und gewinnt daraus Informationen über die vorausliegende Streckencharakteristik.

Wer besonders sparsam unterwegs sein möchte, kann auf Wunsch eine Antriebsvariante als Mild-Hybrid bekommen, die Ford nach eigenen Angaben als erster Hersteller in dieser Gewichtsklasse anbietet. Dabei unterstützt den Verbrenner ein kleiner Elektromotor, der aber nicht in der Lage ist, das Fahrzeug wie beim Vollhybrid eigenständig fortzubewegen. Dennoch lassen sich im Stadtverkehr mit viel Stop-and-Go rund acht Prozent Kraftstoff einsparen.

Eine rein batterie-elektrische Antriebsvariante des Transit hat Ford für das Jahr 2021 angekündigt. Zuvor soll der Transit Custom als Plug-in-Hybrid zu den Händlern kommen. Dieser Antrieb ermöglicht das teilweise emissionsfreie Fahren in Städten und sollen Ende dieses Jahres in den Markt eingeführt werden. ste

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten