Branche -

SHK-Handwerk Fördergeld für den Heizungs-Check ab 2016

Ab 2016 soll der Heizungs-Check mit bis zu 80 Euro gefördert werden. Das ist eine der Fördermaßnahmen, mit denen der Staat die Energiewende in der Heiztechnik vorantreiben will.

Mit bis zu 80 Euro soll ab 2016 der Heizungs-Check staatlich gefördert werden. Das teilte der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) mit, der diese und weitere Maßnahmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beschlossen hat. Der Katalog an Sofortmaßnahmen soll im Rahmen des nationalen Aktionsplans Energieeffizienz die Energiewende im Wärmemarkt bis 2020 vorantreiben. Mitte Dezember will sich auch das BMWi zu diesen Plänen äußern.

Fakten zum Heizungs-Check 2016

Die Durchführung des Heizungs-Checks in Ein- und Zweifamilienhäusern wird laut ZVSHK voraussichtlich mit bis zu 80 Euro als anteilige Förderung bezuschusst.

Förderung: Vorgehensweise beim Heizungs-Checks

  • Den Förderantrag für den Heizungs-Check soll der SHK-Handwerkerdurch eine möglichst einfache Online-Meldung per Smartphone erledigen können.
  • In dem Online-Verfahren werden die erforderlichen Anlagedaten und eine Unterschrift des Kunden an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) übermittelt.
  • Die Bafa-Förderung soll daraufhin an den Fachbetrieb gezahlt werden.
 

Notwendige Qualifikation für Heizungs-Check 2.0 

Nur autorisierte Fachhandwerker können den Heizungs-Check vornehmen. Mit dem Nachweis der Qualifikation erhält der SHK-Handwerker eine Kennziffer zur autorisierten Datenübertragung. Durch das vor Jahren angebotene Schulungskonzept zum Heizungs-Check 1.0 sind bislang etwa 5000 Personen autorisiert, den Heizungs-Check durchzuführen. Das ändert sich ab 2016.

 
  • Schulungskonzept Heizungs-Check 2.0 ab 2016: SHK-Handwerker benötigen jetzt eine Fortbildung. Neue Themen des Schulungskonzeptes Heizungs-Check 2.0 sind: Biomasse, Wärmepumpe, Trinkwarmwasserbereitung und die Bafa-Förderung.
  • Abschlusstest: Die Weiterbildung soll via E-Learning online erfolgen. Erst nach bestandenem Test kann es eine Autorisierung für den Heizungs-Check 2.0 geben. 

SHK-Fachbetriebe, die sich erstmalig für den Heizungs-Check schulen lassen wollen, sollen durch ihren jeweiligen Landesverband ein entsprechendes Angebot für einen Präsenz- oder Fernlehrgang zum Heizungs-Check 2.0 bekommen. 

Der Heizungs-Check 2.0 ist auf fünf Jahre angelegt. Bis 2020 soll das SHK-Handwerk jedes Jahr etwa 80.000 Checks realisieren. Bislang wurde der Heizungs-Check staatlich nicht gefördert. Mit der Förderung ab 2016 soll das SHK-Handwerk finanziell unterstützt werden. Der Wert eines Heizungs-Checks liege bei 120 Euro. "Ob und in welcher Höhe der Handwerker dann anfallende Kosten an den Verbraucher weitergibt, das ist die Entscheidung des einzelnen Handwerkers", sagt Frank Ebisch, Pressesprecher beim ZVSHK.    

Das Label für Altanlagen kommt  

Mehrere Konzepte stehen laut ZVSHK vor dem Abschluss und sollen nächstes Jahr starten. Darunter ist neben dem Heizungs-Check 2.0 auch das Energielabel für neue und das Altanlagenlabel für alte Anlagen. Letzteres soll dem Besitzer deutlich machen, wie ineffizient der alte Wärmeerzeuger arbeitet. 2016 kann der Heizungsbauer im Rahmen seiner Wartungstätigkeit dieses Label an Geräten anbringen, die 1986 oder davor errichtet wurden.  

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie liegt das d urchschnittliche Alter der Heizgeräte in Deutschland bei 17,6 Jahren. Mehr als ein Drittel sei sogar älter als 20 Jahre. Über 70 Prozent der installierten Heizgeräte würden nur die Effizienzklasse C, D oder E erreichen. dhz

         

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten