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Steuer aktuell Firmenwagen: Tricksereien nicht erlaubt

Um zu verhindern, dass der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH für die Privatnutzung eines Firmenwagens und für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit bei der Lohnsteuer einen geldwerten Vorteil versteuern muss, spricht die GmbH oftmals ein arbeitsvertragliches Verbot für diese Nutzung des Firmenwagens aus. Doch was nutzt dieses Verbot?

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Leider nutzt dieses Verbot herzlich wenig, wenn kein Fahrtenbuch geführt wird und wenn die GmbH das arbeitsrechtlich ausgesprochene Verbot nicht nachweislich überprüft. In einem Urteilsfall wurde für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit und für die Privatnutzung Lohnsteuer fällig, weil diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt wurden (FG Münster, Urteil v. 17.1.2012, Az. 5 K 1240/09 E). Zum anderen bestimmte die GmbH dreist, dass das Fahrzeug ausschließlich von anderen Arbeitnehmern genutzt werden darf und im Bedarfsfall durch den Ehegatten oder den Lebenspartner des Gesellschafter-Geschäftsführers der GmbH.

Tipp: Besser Karten, der Lohnversteuerung für eine unterstellte Privatnutzung und für unterstellte Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb zu entgehen, haben Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer, wenn Sie folgendes beherzigen:

  • Führen Sie ein Fahrtenbuch und zeichnen Sie alle Fahrten mit dem Firmenwagen lückenlos auf.
  • Weisen Sie nach, dass das Privatnutzungsverbot regelmäßig überprüft wurde (Abgabe der Autoschlüssel an Sekretärin nach Feierabend, etc.).
  • Zeichnen Sie auf, an welchen Tagen der Firmenwagen wegen Rufbereitschaft von Mitarbeitern mit nach Hause genommen wurde.
Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv. dhz
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