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Test Samsung Galaxy S3 Feuerwerk im Plastikhaus

Das Galaxy S3 ist Samsungs Antwort auf das iPhone von Apple und bereits ein großer Verkaufsschlager in Deutschland. Allein ein Blick auf das Datenblatt verrät, dass die Koreaner hier fast alles verbaut haben, was derzeit technisch so möglich ist. Trotzdem dürfte nicht jeder mit dem Smartphone glücklich werden, wie der Test zeigt.

Feuerwerk im Plastikhaus
Das Galaxy S 3 ist aus Polycarbonat gefertigt und deshalb sehr leicht für seine Größe. -
DHZ bewertet
positiv negativ
Materialien
Display
Kamera
Prozessor
Akku
Datenverbindung

Die ersten Sekunden mit dem Galaxy S3 rufen gemischte Gefühle hervor. Einerseits macht das neue Flaggschiff von Samsung mit seinen abgerundeten Ecken und dem  großzügigen 4,8 Zoll Display einen sehr modernen und lässigen Eindruck. Andererseits hat Samsung, wie bei vielen seiner anderen Geräte, bei den verwendeten Oberflächen-Materialien anscheinend gespart. Das verwendete Polycarbonat soll zwar besonders robust sein, kann aber nicht an die Wertigkeit eines iPhone oder eines HTC One S heranreichen. Wer in seinem Handy aber nicht in erster Linie ein modisches Accessoire sieht, sondern vor allem auf die technischen Funktionen Wert legt, dürfte darüber hinweg sehen können.

Das Einschalten des Galaxy S3 lässt Freude aufkommen. Die Darstellung überzeugt  mit der Super-AMOLED-Technik und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Das sorgt für klare Farben und scharfe Kontraste beim Betrachten von Fotos und Videos. So lassen sich aufgrund des großen Bildschirms auch ohne Probleme YouTube-Clips oder sogar ganze Filme auf dem S3 anschauen.

Antrieb durch vier Kerne

Mit dem Touchscreen lässt sich butterweich durch die Menüs steuern. Das liegt zum einen an der präzisen Bewegungssteuerung, aber auch an dem im Smartphone verbauten Prozessor. Samsung setzt eine Quadcore-Technik ein, während viele anderen Smartphones noch mit einfachen oder Doppelkern-Prozessoren ausgestattet sind. Mit der Vierkern-Technik macht auch das mobile Surfen im Internet richtig Spaß. Schon in zwei bis drei Sekunden werden Webseiten via WLAN oder UMTS geöffnet.

Galaxy S III
© Samsung

Als Betriebssystem kommt das etablierte Android aus dem Hause Google in der Version Ice Cream Sandwich (4.0) zum Einsatz. Die Google-Software wird inzwischen von den meisten Herstellern eingesetzt und muss sich längst nicht mehr hinter iOS, dem Betriebssystem von Apples iPhone verstecken. Über einen virtuellen App-Store, genannt Google Play, kann der Nutzer aus Millionen von Zusatzprogrammen auswählen. Viele der Helferlein sind kostenlos. Allerdings nur, wenn zuvor ein Konto bei Google anlegt wird und damit private Daten zur Verfügung gestellt werden.

Satte Farben

Die Kamera im Galaxy S3 gehört ganz sicher zu einem der Kaufargumente und kann es mit seinen acht Megapixeln bereits mit den Einstiegsgeräten im Segment der digitalen Kompaktkameras aufnehmen. Die Bilder wirken vor allem bei Tageslicht sehr scharf und überzeugen mit kräftigen Farben und Detailreichtum. Auch Videos in Full-HD-Auflösung sind mit der Kamera problemlos möglich.

Wer sein Handy viel nutzt, legt Wert auf einen starken Akku.  Das hat Samsung berücksichtigt und einen Akku mit 2.100 mAh eingebaut. Dieser reicht, um etwa sieben bis acht Stunden am Stück zu telefonieren oder ein halben Tag ununterbrochen im Internet zu surfen. Wer sein Handy nicht derart strapaziert, kommt problemlos ein bis zwei Tage mit einer Akkuladung aus.

Fazit

Technisch gibt sich das Samsung Galaxy S3 keine Blöße und gehört ganz sicher zu den besten Smartphones, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Wer bereit ist dafür 500 Euro auszugeben und auf den modischen Aspekt eines iPhone verzichten kann, der kann bedenkenlos zuschlagen.

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