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Neustart nach Corona-Pandemie Fehlendes Schutzkonzept: Friseure warten mit der Terminvergabe

Unter Auflagen dürfen Friseursalons ab 4. Mai ihren Betrieb wiederaufnehmen. Welche Voraussetzungen konkret erfüllt werden müssen, wird ein Schutzkonzept der Berufsgenossenschaft Mitte der Woche zeigen. Bis dahin sollten Friseursalons mit der Terminvergabe warten - trotz der großen Nachfrage.

Nach den angekündigten Lockerungen der Corona-Maßnahmen warten viele Friseursalons erst einmal mit der Terminvergabe. "Viele Betriebe vergeben erst ab nächster Woche Termine", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks (ZV), der Deutschen Presse-Agentur. Noch gebe es kein Hygienekonzept für die Branche. Vorgaben etwa dazu, wie viele Kunden sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, beeinflussten aber auch die Terminvergabe. Erst wenn das geklärt sei, könnten Salons ab dem Start am 4. Mai vernünftig planen. Müller rechnete für Mitte dieser Woche mit einem entsprechenden Konzept.

Der Zentralverband und die Landesverbände des Friseurhandwerks haben sich bereits mit praxisnahen Vorschlägen an die Politik gewendet, wie sich Friseurdienstleistungen während der Corona-Pandemie ausüben lassen. Folgende Auflagen sind demnach denkbar:

  • Mundschutz für Friseure und Kunden
  • Dienstleistungen nur am gewaschenen Haar
  • Offen ist die Frage, welche Abstandsregeln gelten
  • Steuerung des Zutritts
  • Vermeidung von Warteschlangen
  • Nutzung persönlicher Schutzausrüstung

Welche Schutzmaßnahmen tatsächlich für eine Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause vorausgesetzt werden, ist offen. Sobald die Landesregierungen ihre entsprechenden Rechtsverordnungen erlassen haben, will die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ein entsprechendes Konzept herausgeben, das diese Frage klärt.

Update: Schutzkonzept veröffentlicht

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat die verbindlichen Regeln für Friseursalon jetzt in einem "SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard" veröffentlicht. Einen Überblick zu den notwendigen Schutzmaßnahmen gibt die Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ) hier.

Schon 128.667 Friseurtermine für Mai gebucht

Auf der Online-Plattform Treatwell gab es bereits einen Ansturm an Buchungen für den Monat Mai. Über die Internetseite kann man Termine bei Friseuren und Kosmetik-Studios vereinbaren. Insgesamt seien bis vergangenen Freitag auf der Plattform bereits 128.667 Friseurtermine für Mai gebucht worden, teilte das Unternehmen dem Portal "watson.de" mit. Damit hat die Plattform einen Anstieg bei den Anfragen um 1.064  Prozent verzeichnet.

Bund und Länder hatten vergangene Woche unter anderem beschlossen, dass Friseurbetriebe trotz der Corona-Krise ab dem 4. Mai wieder öffnen können - "unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung", wie es in dem Beschluss heißt. dpa/fre

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