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Konsequenz aus dem Wahldebakel FDP-Chef Philipp Rösler tritt zurück

Bundestag ohne FDP: 4,8 Prozent sind zu wenig. Die Liberalen sind an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Nun zieht der Parteichef seine Konsequenzen. Philipp Rösler tritt als FDP-Vorsitzender zurück.

Schon direkt nachdem am Sonntagabend feststand, dass die Chancen für die FDP, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen sehr schlecht sind, sprach Philipp Rösler von den persönlichen Konsequenzen, die dies für ihn haben könnte. Er sprach von schwierigen Zeiten, in denen er den FDP-Vorsitz übernommen habe. Und diese scheinen anzudauern – obwohl der Einzug in den hessischen Landtag doch geglückt ist.

Die Verantwortung für das schlechte Abschneiden übernahm in seiner Rede nach den ersten Hochrechnungen allerdings FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle. Das amtliche Wahlergebnis von vergangener Nacht bescheinigt den Liberalen, dass sie mit 4,8 Prozent zum ersten Mal seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nicht im Bundestag vertreten sein werden.

Ankündigungen folgen Taten

Nun lässt Philipp Rösler seinen Worten Taten folgen und tritt zurück. Wie SZ.de aus Parteikreisen erfahren haben will, soll im Parteipräsidium Einigkeit bestanden haben, dass nun sogar der gesamte Bundesvorstand zurücktreten wird. Eine Bestätigung steht noch aus.

Bis die neue Bundesregierung steht, bleibt Rösler Bundeswirtschaftsminister. Als möglicher Nachfolger im Amt des FDP-Parteivorsitzenden ist der nordrhein-westfälische Landes- und Fraktionschef Christian Lindner im Gespräch. dhz

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