Beruflich unterwegs -

Steuer aktuell Fahrtkostenzuschuss: Steuervergünstigung für Arbeitnehmer

Möchten Sie Ihre Mitarbeiter während des Jahres belohnen, können Sie anstatt einer klassischen Gehaltserhöhung einen Fahrtkostenzuschuss für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte spendieren. Hier winken Steuervergünstigungen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Normalerweise stellen diese Zuschüsse Arbeitslohn dar, für den Steuern und Sozialabgaben anfallen. Doch Sie haben auch die Möglichkeit, pauschal nur 15 Prozent Lohnsteuer sowie Soli und Kirchensteuer ans Finanzamt abzuführen. Das funktioniert immer dann, wenn der Zuschuss dem entspricht, was der Arbeitnehmer für die Fahrten zur Arbeit als Werbungskosten abziehen könnte.

Beispiel: Ein Mitarbeiter fährt an 220 Arbeitstagen im Jahr mit seinem privaten Fahrzeug zur Arbeit. Die kürzeste einfache Strecke zwischen Wohnung und seinem Arbeitsplatz beträgt 22 km. Der Arbeitnehmer könnte dafür 1.452 Euro im Jahr, das sind 121 Euro im Monat als Werbungskosten abziehen (Entfernungspauschale = 0,30 Euro/km).

Folge: Besteuern Sie diesen geldwerten Vorteil pauschal mit 15 Prozent, fallen keine Sozialabgaben an. Der Fahrtkostenzuschuss kostet Sie als Arbeitgeber monatlich Folgendes:

Fahrtkostenzuschuss 121 Euro
Lohnsteuer-Pauschale 18,15 Euro
Soli 1 Euro
gesamt 140,15 Euro

T ipp: Gewähren Sie das erste Mal einen Fahrtkostenzuschuss, können Sie beim Finanzamt im Rahmen einer Anrufungsauskunft nach § 42e EStG nachhaken, ob alles in Ordnung ist. Das Finanzamt muss diese lohnsteuerliche Auskunft gratis liefern. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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