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Steuer aktuell: Dienstwagen Fahrtenbuch oder 1-Prozent-Regelung: Wechsel ist unzulässig

Darf ein Mitarbeiter einen Dienstwagen des Handwerksbetriebs auch privat nutzen, kann er den zu versteuernden Privatanteil entweder nach der der 1-Prozent-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode ermitteln. Beide Methoden nebeneinander in einem Jahr sind ausgeschlossen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

In einem Urteilsfall wurde der bei der Lohnsteuer zu versteuernde Privatanteil für die Nutzung des Dienstwagens zunächst nach der 1-Prozent-Regelung ermittelt. Noch im selben Jahr begann der Arbeitnehmer ein Fahrtenbuch zu führen.

Der geldwerte Vorteil für die Pkw-Nutzung wurde in diesem Jahr also teilweise nach der 1-Prozent-Regelung  und teilweise nach der Fahrtenbuchmethode ermittelt.

BFH fordert Entscheidung

Die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH) urteilten jedoch, dass für denselben Dienstwagen in einem Jahr nur eine der beiden Methoden zu Ermittlung des geldwerten Vorteils für die Privatnutzung zur Anwendung kommt. Beide Methoden anteilig nebeneinander in einem Jahr sind unzulässig (BFH, Urteil v. 20.3.2014, Az. VI R 35/12; veröffentlicht am 25.6.2014).

Die Fahrtenbuchmethode setzt zudem voraus, dass für die gesamte Kilometerfahrleistung des Dienstwagens Aufzeichnungen zu den einzelnen Fahrten geführt werden müssen.

Tipp: Bei Wechsel des Dienstwagens während des Jahres ist jedoch ein Wechsel zwischen 1-Prozent-Regelung und Fahrtenbuchmethode jedoch zulässig. Hier ist es also erlaubt, für den Dienstwagen 1 den Privatnutzungsabteil nach der 1-Prozent-Regelung zu ermitteln und für Dienstwagen 2 nach der Fahrtenbuchmethode – oder umgekehrt. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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