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Steuer aktuell Firmenwagen: Fahrtenbuch muss leserlich und plausibel sein

Handwerker haben viel Stress im beruflichen Alltag, so dass eine ordentliche Führung des Fahrtenbuchs schon einmal vernachlässigt werden kann. Doch sind die Angaben im Fahrtenbuch widersprüchlich und teilweise unleserlich, ist die Mühe komplett umsonst gewesen. Denn das Finanzamt stuft das Fahrtenbuch in diesem Fall als steuerlich unwirksam ein.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs
In einem Streitfall vor dem Bundesfinanzhof führte die Summe an Mängeln zur steuerlichen Unwirksamkeit des Fahrtenbuchs. Das waren vor allem folgende Mängel (BFH, Urteil v. 14.3.2012, Az. VIII B 120/11):
  • Der Unternehmer zeichnete Fahrten zum selben Ziel ohne Begründung und mit unterschiedlichen Kilometerangaben an. Ausweg: Immer den Grund der Fahrt angeben und darauf achten, dass die Kilometerangaben plausibel sind.
  • Der Unternehmer hat so geschmiert, dass die Eintragungen für den Prüfer des Finanzamts nicht mehr leserlich waren. Nur der Unternehmer selbst konnte seine Handschrift entziffern. Ausweg: Leserlich schreiben. Denn die Aufzeichnungen sollen nicht dem Unternehmer als Erinnerungsstütze dienen, sondern müssen vom Finanzamt ausgewertet werden können.
Tipp: Ein Fahrtenbuch erfordert von Selbständigen oder von deren Mitarbeitern zwölf Monate lang eiserne Disziplin. Doch oftmals zeigt sich der Erfolg am Jahresende. Denn dann fahren Unternehmer steuerlich bei Ermittlung des Anteils für die Privatnutzung ihres Pkws mit den tatsächlich ermittelten Werten steuerlich günstiger als mit der 1-Prozent-Regelung. dhz

Weitere Steuer-Tipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

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