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Steuertipp Fahrtenbuch: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Wird der Firmen-Pkw kaum zu Privatfahrten genutzt, empfiehlt es sich, ab 1. Januar 2018 ein Fahrtenbuch zu führen. Das kann im Vergleich zur 1-Prozent-Regelung erhebliche Steuervorteile bringen. Ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz zeigt auf, welche Fehler Sie beim Führen eines Fahrtenbuchs unbedingt vermeiden müssen.

Gleich vorab ein wichtiger Hinweis: Das Fahrtenbuch besteht in den Augen des Finanzamts steuerlich nur, wenn Sie tatsächlich jede einzelne Fahrt aufzeichnen (lückenlos). Die Aufzeichnungen sollten zudem auch zeitnah zu den Fahrten erfolgen. Grundsätze, die ein Unternehmer in einem Urteilsfall wohl nicht beherzigt hat. Finanzamt und Finanzgericht kippten die steuerliche Wirksamkeit des Fahrtenbuchs aus folgenden Gründen (FG Rheinland-Pfalz, Urteil v. 13.11.2017, Az. 5 K 1391/15):

  • Fehlende Aufzeichnungen: Im Fahrtenbuch fehlten häufig konkrete Angaben zum Ziel und Zweck der Fahrt.
  • Unmöglichkeit: Es wurden an Tagen Fahrten aufgezeichnet, an denen sich der Firmenwagen nachweislich in der Werkstatt befand.
  • Nachträgliche Erstellung: Es wurde ein Fahrtenbuch verwendet, das im betreffenden Steuerjahr noch gar nicht auf dem Markt war. Damit ist natürlich klar, dass das Fahrtenbuch nachträglich erstellt wurde.

Steuertipp: Nehmen Sie sich also Zeit und tragen Sie alle Fahrten umgehend mit genügend Informationen zum Tag der Fahrt, zum Fahrtziel, zu den zurückgelegten Kilometern und zum Grund der Fahrt ein. Wer in den vergangenen Jahren schon Probleme mit der Disziplin bei der Führung eines Papier-Fahrtenbuchs hatte, sollte sein Glück dieses Jahr mit einem elektronischen Fahrtenbuch probieren. Das hilft vielen Unternehmern, die Aufzeichnungen steuerwirksam zu führen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.   

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