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Steuer aktuell Fahrtenbuch 2014: Steuerlich auf der sicheren Seite stehen

Unternehmer und Arbeitnehmer, die sich die Mühe machen, für ihren Firmen- bzw. Dienstwagen ein Fahrtenbuch zu führen, müssen zwölf Monate eiserne Disziplin bewahren. Denn bei Ungereimtheiten kippt das Finanzamt die steuerliche Wirksamkeit des Fahrtenbuchs und besteuert die Privatnutzung nach der oftmals ungünstigeren 1-Prozent-Regelung.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Der Bundesfinanzhof bestätigte nun zum gefühlten tausendsten Mal, dass mehrere Ungereimtheiten im Fahrtenbuch dazu führen, dass der zu versteuernde Anteil an der Privatnutzung des Pkws nach der 1-Prozent-Regelung ermittelt wird (monatlich ein Prozent des inländischen Bruttolistenpreises des Pkws im Zeitpunkt der Erstzulassung).

In dem Urteilsfall kippten Finanzamt und Bundesfinanzhof das Fahrtenbuch wegen folgender Mängel (BFH, Urteil v. 6.8.2013, Az. VIII R 33/11, veröffentlicht am 4.12.2013):

  • Kilometerangaben im Fahrtenbuch wurden nachträglich geändert.
  • Die Entfernungsangaben im Fahrtenbuch wichen zum Teil erheblich von den Angaben von Routenplanern ab.
  • Die vorgelegten Tankrechnungen stimmten nicht mit den im Fahrtenbuch aufgezeichneten Tankrechnungen überein.

Tipp: Um bei der Führung eines Fahrtenbuchs steuerlich auf der sicheren Seite zu stehen, sollten Sie also Folgendes beherzigen:

  • Die Eintragungen sollten nach dem Vier-Augen-Prinzip erfolgen (Fahrer trägt Daten ein und Sekretärin oder Bürokraft überprüft die Richtigkeit der Angaben).
  • Die im Fahrtenbuch erfassten Entfernungskilometer sollten mit den Daten eines Routenplaners verglichen werden. Bei erheblichen Abweichungen sind die zusätzlich gefahrenen Kilometer zu erläutern (Umweg wegen Besorgungen oder wegen Nutzung verkehrsgünstigerer Strecken).
  • Nachträgliche Änderungen sollten stets vermieden werden.

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