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E-Bikes und Co. Fahrradtrends: Das sind die Neuheiten 2020

E-Bikes, S-Pedelecs und faltbare Helme – das Jahr 2020 hält einige Neuheiten für den Fahrradmarkt bereit. Die Trends für die kommende Fahrradsaison im Überblick.

E-Bikes sind auf dem Fahrradmarkt weiterhin das Thema schlechthin. "Derzeit gibt es rund drei Millionen Modelle auf dem Markt", sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad. E-Bikes bleiben auch in der kommenden Fahrradsaison teuer, werden aber auch spezifischer auf Zielgruppen ausgerichtet. Denn was auch schon in der Automobilbranche stattfindet, kommt auch auf dem Fahrradmarkt immer mehr an: Eine Ausdifferenzierung des E-Bike-Angebotes – und so kommt es, dass auch 2020 die Auswahl weiter wächst. Vor allem Fahrradklassiker werden stetig verbessert und oft elektrifiziert. Der Pressedienst Fahrrad hat exemplarisch einige Modelle vorgestellt.

Fahrradtrends 2020: E-Bikes werden noch vielfältiger

E-Antriebe werden jetzt auch bei Klappfahrrädern angeboten. So etwa das "Electric M-E1" des US-amerikanischen Herstellers, welches mit einem Shimano-Mittelmotor angetrieben wird. Der Radfahrer kann dieses Modell zusammenfalten und es somit leichter im Zug transportieren oder zuhause verstauen.

Auch modische Stadtfahrräder werden zunehmend mit E-Antrieben ausgestattet. Exemplarisch dafür führt der Pressedienst das Stadt-E-Bike "Swing 3 Vario Urban" vor. Da der Akku am Gepäckträger verbaut wurde, ist es nicht sofort als E-Bike zu erkennen. Optional kann das Rad auch mit einem Korb am Lenker ausgestattet werden, der leicht abgenommen werden kann und sich so auch als Einkaufskorb eignet. Durch die aufrechte Sitzposition ermöglicht das Fahrrad ein angenehmes Fahrgefühl und ist so für den alltäglichen Gebrauch in der Stadt gut geeignet.

Wer statt mit einem Zweitwagen lieber mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren und dabei auch weitere Strecken zurücklegen möchte, für den bietet sich ein Modell wie das "S-Pedelec Superdelite GT Rohloff HS" an. Pedelecs sind keine Fahrräder oder E-Bikes, sondern Kleinkrafträder und somit auch versicherungspflichtig. Der Übergang zu einem Moped oder sogar Kleinwagen sei fließend, sagt Fehlau. Und wenn man sieht, was das Fahrrad bereitstellt, weiß man, was er meint. Mit seinen breiten Reifen ist es geländetauglich und dank des Mittelmotors von Bosch kann eine Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde erreichet werden. Wie ein Auto, verfügt das S-Pedelec über Brems- und Fernlicht und optional auch über ein ABS-System.

Neuheiten 2020 bei Sporträdern

Auch Sporträder, wie Rennräder und Mountain-Bikes, werden zunehmend modifiziert und elektrifiziert. So werden Rennräder etwa immer öfter auch mit breiten Reifen ausgestattet, erklärt der Fahrradexperte. Diese Fahrradmodelle werden als Gravel-Bike bezeichnet. Für den Sportler bieten sie den Vorteil, dass er damit auch auf unwegsamen Straßen gut vorankommt und er nicht ausschließlich auf asphaltierten Wegen fahren muss. Als Beispiel nennt der Pressedienst Fahrrad das "Traverse" von MTB Cycletech. "Außerdem dominieren im Sportbereich weiterhin E-Mountain-Bikes das Marktgeschehen", sagt Fehlau.

Alternative zum E-Scooter

E-Scooter sind gerade das Trend-Thema. Für diejenigen, die doch lieber auf einen klassischen Tretroller zurückgreifen möchten, bietet der Kinderradspezialist Puky jetzt sein allererstes Erwachsenenmodell an. Der "Joker" kann von Kindern ab acht Jahren oder Erwachsenen bis 100 Kilogramm gefahren werden. Der Lenkervorbau lässt sich in der Höhe verstellen oder einklappen, sodass der Roller leicht transportiert werden kann.

Trends beim Fahrradzubehör

Neben den aktuellen Trends bei Fahrrädern gibt es auch Neuheiten bei Zubehör und Ausstattung. Der Reifendruck lässt sich jetzt per App ablesen oder der Sattel hydraulisch verstellen. Auch die Fahrradhelme werden innovativer. So gibt es Modelle wie den Falthelm "Loop" von Closca, der sich zusammenfalten lässt und so leicht im Rucksack oder der Handtasche verstaut werden kann. Außerdem gibt es Helme, mit einer Auslassung für den Pferdeschwanz und mit blickendem Rücklicht. "Bei der Fahrradbeleuchtung sind blickende Lichter nicht erlaubt, aber bei einem Helm schon", erklärt Fehlau.

Eine weitere Neuheit sind Fahrradschuhe, die nicht mehr steif sind und sich beim Gehen abrollen lassen. "Hier trifft Sneaker auf Radschuh", sagt Fehlau. Radfahrer müssen so nicht ständig ihre Schuhe wechseln, wenn sie nach dem Radfahren beispielsweise noch eine kleine Sightseeingtour zu Fuß unternehmen wollen.

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