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Top 10 des Jahres 2018 Facebook-Posts des Jahres: Diese Themen bewegten das Handwerk

Viel wurde 2018 über die Rückkehr zur Meisterpflicht diskutiert – sowohl in der Politik als auch auf der Facebook-Seite der Deutschen Handwerks Zeitung. Noch mehr Resonanz erhielt jedoch ein anderer Post. Diese zehn Beiträge wurden 2018 am häufigsten geklickt, kommentiert und geteilt.

Mit aktuell rund 17.300 Abonnenten ist die Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ) eine der größten Facebook-Seiten für erfolgreiche Handwerker. Täglich erfahren sie dort, was im Handwerk gerade wichtig ist – und wichtig wird. Den betrieblichen Erfolg unterstützt die DHZ mit konkreten Experten-Tipps, etwa aus den Bereichen Steuer, Recht, Marketing und Unternehmensführung. Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Kollegen aus der Branche aktuelle Herausforderungen gemeistert haben. In den Kommentaren tauschen sich Handwerker untereinander aus und geben Einblick in ihre Praxis.

Die Posts der DHZ wurden 2018 mehr als 20.000 Mal kommentiert, 14.000 Mal geteilt und rund 37.000 Mal mit "Gefällt mir" markiert. Einige Facebook-Beiträge erhielten in diesem Jahr besonders viele Klicks und Reaktionen. Das waren die Top-Themen 2018:

Platz 10: "Bäcker-Chef: 'Systematische Zerstörung des Mittelstands'"

Auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) im März kritisierte Michael Wippler, Präsident des Deutschen Bäckerhandwerks, die hohe bürokratische Belastung, der Handwerksbetriebe ausgesetzt sind. Mit deutlichen Worten richtete er sich an die Politik und sprach von der Unmöglichkeit, all dem Herr zu werden: "Entweder sie kümmern sich um ihren handwerklichen Betrieb oder sie halten die Gesetze ein – beides zusammen geht nicht."

Auf Facebook erntete Wippler viel Zuspruch für seine Worte. "Endlich einmal Klartext" und "Dem muss man leider voll zustimmen", waren zwei der Kommentare unter dem Beitrag auf der Facebook-Seite der DHZ.

Den kompletten Beitrag können Sie hier nachlesen: "Bäcker-Chef: 'Systematische Zerstörung des Mittelstands'"

Platz 9: "Änderungen im September 2018: Neue Gesetze und wichtige Termine"

Monatlich veröffentlicht die DHZ eine Übersicht mit Gesetzen und Verordnungen, die im Folgemonat in Kraft treten. Ein gesteigertes Interesse zeigten die DHZ-Follower an den Änderungen im September 2018.

Unter anderem wurde in diesem Monat eine neue Norm zur Abgasmessung verpflichtend. Das sogenannte WLTP-Testverfahren sorgt seither für eine höhere Kfz-Steuer bei neuzugelassenen Fahrzeugen. Auch neue Vorgaben für öl- und gasbetriebene Heizungen und eine Anpassung der Ausbildungsvergütung im Bäckerhandwerk zählten zu den Änderungen.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag: "Änderungen im September 2018: Neue Gesetze und wichtige Termine"

Welche Änderungen für Handwerker und Verbraucher 2019 in Kraft treten, können Sie in dieser Übersicht nachlesen: "Änderungen 2019: Neue Gesetze und Regelungen im Überblick"

Platz 8: "Registrierkassenpflicht: Was Betriebe wissen müssen"

Im März gab die DATEV eG bekannt, dass sich nur jeder dritte Handwerker gut informiert fühlt, was die unangekündigte Kassen-Nachschau betrifft. Und das, obwohl eine unangekündigte Kassenprüfung durch einen Betriebsprüfer zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als zwei Monate möglich war.

Bereits 2017 erstellte die DHZ eine große Übersicht zur Registrierkassenpflicht und wies auf die ab 2018 mögliche Kassen-Nachschau hin. Als der Beitrag im März noch einmal auf Facebook veröffentlicht wurde, war das Interesse groß – der Facebook-Post schafft es somit auf Platz 8 der Top-Themen 2018.

Die komplette Übersicht finden Sie hier: "Registrierkassenpflicht: Was Betriebe wissen müssen"

Platz 7: "Jetzt wird´s konkret: Bayern packt die Meisterpflicht an"

Die Rückkehr zur Meisterpflicht in bestimmten Gewerken war bereits 2017 ein vieldiskutiertes Thema im Handwerk. 2018 war das Interesse an einer möglichen Rückvermeisterung ungebrochen. Als dann im September die bayerische Landesregierung einen Antrag zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in den Bundesrat einbrachte, wurde die Meldung von der DHZ-Facebook-Community mit zahlreichen "Gefällt mir"-Angaben quittiert. In den Kommentaren forderten einige Handwerker ihre Landesregierung auf, es der bayerischen gleichzutun. Es waren aber auch kritische Stimmen zu lesen. So vermuteten einzelne Follower etwa, dass der Vorstoß lediglich aus Wahlkampfgründen unternommen wurde.

Den gesamten Text können Sie hier nachlesen: "Jetzt wird´s konkret: Bayern packt die Meisterpflicht an"

Platz 6: "Ein Bäckermeister konfrontiert die Politik mit der Realität"

Hartz IV abschaffen? Ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen? Bei Anne Will diskutierten am 25. November Gäste aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft des Sozialstaates. Als später in der Sendung ein Bäckermeister zur Wort kam, der von seinen Erfahrungen mit vom Arbeitsamt vermittelten Bewerbern berichtete, geriet vor allem Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht in die Defensive.

Die DHZ berichtete in Form einer TV-Kritik über die Sendung und postete den Beitrag anschließend auf Facebook. Dort störten sich die Kommentierenden vor allem an Aussagen von Wagenknecht und bescheinigten der Politik Tatenlosigkeit sowie fehlende Nähe zur Praxis. Einige Handwerker berichteten zudem von eigenen Erfahrungen, andere diskutierten darüber, wie hoch ein "gerechter Lohn" sein müsse.

Sie möchten die TV-Kritik nachlesen? Hier finden Sie den Beitrag: "Ein Bäckermeister konfrontiert die Politik mit der Realität"

Platz 5: "Maler schimpft über Bürokratie und erhält überraschendes Feedback"

80 Seiten lesen und ausfüllen für einen Umsatz von 2.500 Euro? Bei einer öffentlichen Ausschreibung für einen Wasserschaden standen für Malermeister Jochen Renfordt Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis. Er sagte ab und machte seinen Unmut öffentlich. Darauf erhielt er eine überraschende Antwort aus dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium.

Über diese Geschichte berichtete die DHZ im März – und traf damit einen Nerv. Auf Facebook berichteten mehrere DHZ-Follower über negative Erfahrungen mit öffentlichen Ausschreibungen. "Deswegen arbeiten wir nicht mehr für die öffentliche Hand", kommentierte ein resignierter Handwerker. Ein anderer bewerte die Ausschreibungen als grundsätzlich "gute Sache, um Vetternwirtschaft zu unterbinden". Nur seien sie viel zu bürokratisch.

Den kompletten Text finden Sie hier: "Maler schimpft über Bürokratie und erhält überraschendes Feedback"

Platz 4: "Diesel: Handwerk will, dass Hersteller für Nachrüstung zahlen"

"Wenn ein Handwerker eine Heizung mit zu hohen Abgaswerten einbaut, ist er hinterher auch für die Beseitigung des Fehlers verantwortlich", sagte Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) Anfang März. Er reagierte damit auf ein Urteil des Bundeverwaltungsgerichts, welches Diesel-Fahrverbote für rechtens erklärte, und forderte die Autohersteller zu kostenlosen Nachrüstungen auf. Zahlreiche Follower der DHZ-Facebook-Seite klickten den Beitrag und pflichteten Schwannecke mit "Gefällt mir"-Angaben und Kommentaren bei.

Den vollständigen Beitrag zum Nachlesen finden Sie hier: "Diesel: Handwerk will, dass Hersteller für Nachrüstung zahlen"

Platz 3: "Tachographenpflicht: EU-Verkehrsausschuss stimmt für Ausweitung"

"So kann man das Handwerk auch kaputt machen." Mit Kommentaren wie diesem reagierte die Facebook-Community im Juni auf die Meldung, dass der EU-Verkehrsausschusses für eine Ausweitung der Tachographenpflicht auf Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen gestimmt hat. Eine solche hätte zusätzliche bürokratische Belastungen und Einschränkungen in der Mobilität für Handwerksbetriebe zufolge.

Der ZDH reagierte mit massiver Kritik auf die Entscheidung und ermahnte die Abgeordneten immer wieder, Handwerker von dieser Regelung auszunehmen. Letztlich wurde nochmals neu verhandelt – mit aktuell noch offenem Ergebnis.

Hier geht´s zu den Beiträgen zur Tachographenpflicht:

"Tachographenpflicht: EU-Verkehrsausschuss stimmt für Ausweitung"

"Tachographenpflicht: Bleibt das Handwerk verschont?"

Platz 2: "Wirtschaftspolitiker dringen auf Rückkehr zur Meisterpflicht"

Gleich zwei Mal schafft es ein Post zur Rückvermeisterung in die Top 10 des Jahres. Als sich im Juli die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Carsten Linnemann (Union) und Sören Bartol (SPD) positiv zu einer möglichen Rückkehr zur Meisterpflicht äußerten, entfachte dies eine kontroverse Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme.

Auf der DHZ-Facebook-Seite äußerten einige Leser Zweifel, dass eine Rückkehr zur Meisterpflicht die Lehrlingssituation verbessern wird. Auch der Meister als Qualitätssiegel wurde teils infrage gestellt. "Ich kann zwei linke Hände und einen Meistertitel haben", kommentierte etwa ein Leser. Andere sprachen sich für eine Rückvermeisterung aus, forderten aber einen Bestandsschutz für Betriebe, die ohne Meistertitel gegründet wurden. "Es sollten auch wieder Gesellenjahre vorgeschrieben werden, bevor man den Meister machen darf", schrieb ein weiterer Leser.

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier: "Wirtschaftspolitiker dringen auf Rückkehr zur Meisterpflicht"

Platz 1: "Handwerkerstunde: Was kostet ein Handwerker?"

"Handwerker sind teuer – so lautet ein weitverbreitetes Vorurteil." Mit diesen Worten veröffentlichte die DHZ im Oktober einen Beitrag auf Facebook, in dem der Autor beispielhaft die Preisuntergrenze eines Handwerkbetriebs kalkulierte. Kein Beitrag erhielt 2018 mehr Klicks und Reaktionen. In den Kommentaren zogen einige Leser Vergleiche mit anderen Branchen, in denen deutlich höhere Stundensätze bezahlt werden. Andere warnten vor "Billigheimern", da Kunden hier oftmals doppelt bezahlen müssten – einmal für den günstigen Anbieter, und ein weiteres Mal für die Beseitigung der Mängel, die der Billiganbieter hinterlassen hat.

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag: "Handwerkerstunde: Was kostet ein Handwerker?"

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