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Internetnutzung Facebook löst Google als wichtigste Webseite ab

Soziale Netzwerke sind für eine Mehrheit der Deutschen inzwischen die wichtigste Anlaufstelle beim Surfen durch das Web. Hingegen verlieren die Suchmaschinen und allen voran Marktführer Google an Bedeutung. Das geht aus einer neuen Studie der Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

Zwei von drei Internetnutzer rufen häufiger die Startseite ihres Accounts in einem sozialen Netzwerk auf als die Homepage vom Suchmaschinen-Riesen Google. Das ist das zentrale Ergebnis der PwC-Umfrage. Allerdings umfasst der Vergleich nicht nur die Aufrufe von Marktführer Facebook, sondern auch anderer sozialer Netzwerke wie etwa StudiVZ. Social Media gewinnt im Vergleich zu den klassischen Suchmaschinen also insgesamt an Bedeutung.

Die sozialen Netzwerke sind dabei längst direkte Konkurrenz zu Google, Bing & Co., da viele Nutzer über Facebook Verlinkungen zu anderen Webseiten aufrufen, anstatt aktiv über die Suchmaschinen nach Seiten zu suchen. Doch nicht nur Suchmaschinen leiden unter dem Hype der sozialen Netzwerke. So schreiben viele Nutzer inzwischen lieber kostenlose Direktnachrichten über Facebook an Freunde und Bekannte anstatt SMS über das Handy zu versenden. Auf Instant Messenger wie etwa ICQ greifen 44 Prozent seltener zurück, und auch der E-Mail- und Telefonverkehr  wird von 41 bzw. 39 Prozent der Befragten schon teilweise durch den Kontakt via Social Media ersetzt.

Soziale Apps

Das Wachstum der sozialen Netzwerke wird von der technischen Entwicklung mobiler Endgeräte und zugehöriger Software befeuert. Von den 16- bis 24-Jährigen nutzt bereits mehr als jeder zweite (55 Prozent) seine Lieblingsplattform über entsprechende Apps mobil. Schon ein Viertel dieser Gruppe greift sogar häufiger von unterwegs auf die Netzwerke zu als vom heimischen Computer.  

Für die Studie hat PwC 1.000 regelmäßige Nutzer sozialer Netzwerke befragt. Die komplette Studie ist unter pwc.de erhältlich. sg

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