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Neue Energieeffizienzklassen EU-Energielabel für Heizungen werden angepasst

Am 26. September wurde das EU-Energieeffizienzlabel für bestimmte Heizungen angepasst. Die neue Skala soll die Effizienz von neuen Geräten weiter in den Vordergrund rücken. Was sich ändert.

Bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele spielen Heizgeräte und Warmwasserbereiter eine wichtige Rolle. Denn laut Bundeswirtschaftsamt wird beinahe 40 Prozent der Energie in Deutschland im Gebäudebereich verbraucht – ein Großteil davon bei der Beheizung von Warmwasser. Wie hoch der Energieverbrauch ist, hängt vor allem vom Alter der Geräte ab – der Durchschnitt liegt derzeit bei 17,6 Jahren, über ein Drittel ist älter als 20 Jahr, so das Bundeswirtschaftsamt.

Ende 2015 wurden deshalb EU-Energielabel eingeführt, die darüber Auskunft geben, wie hoch der Energieverbrauch eines neuen Heizgerätes ist und ob es zukunftstauglich ist. 2017 dehnte sich diese Pflicht auch auf Heizgeräte aus, die Festbrennstoffe wie Holz und Kohle nutzen.

Neue Energielabel für bestimmte Heizgeräte

Ab dem 26. September 2019  ändert sich nach dem Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG) die Label-Darstellung für Heizgeräte für Zentralheizungen. Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen, erhalten dann ein A+++ bis A+, die Klassen E bis G fallen weg.

KWK-Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren, können die Noten A+++ bis B erhalten. Die Skalierung für Gas- und Ölheizungen ändert sich von A+ auf A bis B. Weniger effiziente Geräte erreichen die Kategorie C. Geräte der Klasse D werden in Deutschland bereits nicht mehr verkauft.

Für Verbundsysteme gibt es keine Änderungen, denn die Auszeichnung für Verbundanlagen weist bereits seit Einführung 2015 die Effizienzstufe A+++ auf. Produkte, die auf dem bisherigen Label mit A gekennzeichnet sind, werden auch nach der Anpassung weiterhin unter A eingruppiert.

Für welche Heizgeräte gilt die Energieverbrauchskennzeichnung?

Heizgeräte, die in Zentralheizungen eingesetzt werden und eine Nennleistung von 70 Kilowatt haben, erhalten die Energieverbrauchskennzeichnung. Das sind Heizkessel für Gas, Öl, Strom, Holz und Kohle sowie Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen. Heizgeräte, die auch Trinkwasser erwärmen können, "Kombiheizgeräte", erhalten ebenfalls eine Kennzeichnung.

Wer darf die Label vergeben?

Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger sowie bestimmte Energieberater sind seit Januar 2016 dazu berechtigt Effizienzlabel auszustellen. Seit Januar 2017 sind bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger sogar dazu verpflichtet, die Label anzubringen. Sie können die vorgeschriebenen Label über den zuständigen Landesinnungsverband oder über zuständige Innungen erhalten. Sie werden in Grundpaketen mit jeweils 26 Laben sowie in Großpaketen, die aus jeweils fünf Grundpaketen bestehen, ausgehändigt. Für die Vergabe der Energieeffizienzkennzeichnung bekommen Bezirksschornsteinfeser eine Aufwandsentschädigung. sar

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