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Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise steigen im Februar überraschend stark

Wegen der kräftigen Verteuerung der Energiepreise sind die deutschen Erzeugerpreise im Februar wesentlich stärker gestiegen als erwartet. Die Preise auf Erzeugerebene kletterten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent.

Im Vergleich zum Januar dieses Jahres stieg der Index um 0,7 Prozent auf 122,6. Die Jahresteuerung wuchs von 3,3 Prozent im Januar auf 3,8 Prozent. Das sei die höchste Jahresteuerungsrate seit Dezember 2006.

Der aktuelle Preisanstieg ist der Behörde zufolge deutlicher als Ökonomen vorausgesagt hatten. Diese gingen von einer durchschnittlichen Jahresteuerungsrate von 3,4 Prozent und einem monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent aus.

Nach Angaben des Bundesamtes wirkten sich besonders die teureren Energieprodukte auf den Preisanstieg aus. Die Preise seien um 7 Prozent gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Verteuerung der Energie stiegen die Erzeugerpreise im Februar auf Jahressicht um lediglich 2,7 Prozent.

Für Strom zahlten die Haushalte im Jahresvergleich 4,8 Prozent mehr, gegenüber dem Januar blieb der Strompreis für sie jedoch gleich. Erdgas wurde sogar günstiger und kostete für Haushaltskunden 2,1 Prozent weniger als im Februar 2007 und 1,5 Prozent weniger als im Vormonat.

Auch die Verbraucherpreise stiegen im Februar mit 4,5 Prozent überdurchschnittlich. Die deutlichste Jahresteuerung betraf Milch und Milchprodukte mit 24,3 Prozent. Die Preise für Teigwaren stiegen um 11,5 Prozent, Backwaren kosteten 6,9 Prozent mehr. Die Preise für Arzneiwaren hingegen fielen um 1,3 Prozent.

ddp

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